Ende Februar kam es in Sinzheim zu einem versuchten Einbruch, bei dem ein 34-jähriger Mann festgenommen wurde. Die Polizei geht davon aus, dass der Tatverdächtige für insgesamt acht Einbrüche in Bühl, Sasbach, Rastatt, Kehl und Sinzheim verantwortlich sein könnte. Die Ermittlungen werden weiterhin intensiv fortgeführt.
Festnahme nach Einbruchsversuch in Sinzheim
Am frühen Dienstagabend, gegen 18:25 Uhr, beobachtete ein Zeuge in der Bergseestraße zwei Männer, die versuchten, in das Nachbarhaus einzubrechen. Die Verdächtigen versuchten, durch eine Balkontür und ein Fenster in das Gebäude zu gelangen. Der Zeuge alarmierte umgehend die Polizei.
Als die ersten Streifenwagen eintrafen, ergriffen die beiden Männer zu Fuß die Flucht. Einer der Tatverdächtigen, ein 34-jähriger kosovarischer Staatsangehöriger, konnte von den Beamten eingeholt und festgenommen werden. Die Fahndung nach dem zweiten Mann, unter anderem mit einem Polizeihubschrauber, blieb bislang erfolglos.
Untersuchungshaft und weitere Ermittlungen
Der festgenommene Mann wurde am folgenden Tag einem Haftrichter beim Amtsgericht Baden-Baden vorgeführt. Dem Antrag der Staatsanwaltschaft folgend, erließ das Gericht Untersuchungshaftbefehl. Der Verdächtige befindet sich seitdem in einer Justizvollzugsanstalt.
Die Ermittlungen des Kriminalkommissariats Rastatt dauern an. Aufgrund forensischer Auswertungen gesicherter Spuren an den Tatorten können dem Mann mit hoher Wahrscheinlichkeit insgesamt acht Einbrüche zugeschrieben werden. Diese Taten fanden in verschiedenen Orten der Region statt, darunter Bühl, Sasbach, Rastatt, Kehl und zuletzt Sinzheim.
Flüchtiger Mittäter weiterhin gesucht
Die Identität und der Aufenthaltsort des zweiten Tatverdächtigen sind weiterhin unbekannt. Nach Angaben der Polizei könnte er mit einem grünen VW Passat mit schwedischem Kennzeichen unterwegs sein. Die Ermittler bitten die Bevölkerung um Hinweise zu dem Fahrzeug und der Person unter der Telefonnummer 0781 21-2820.
Zur Unterstützung der Ermittlungen werden auch gesicherte DNA-Spuren abgeglichen, um weitere Zusammenhänge zu klären. Ob noch weitere Einbrüche auf das Konto der beiden Männer gehen, ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen.
Polizei gibt Präventionstipps zum Einbruchschutz
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang auf wichtige Sicherheitsmaßnahmen hin, um Wohnungseinbrüche zu verhindern:
- Haustüren auch bei kurzer Abwesenheit abschließen
- Fenster, Balkon- und Terrassentüren stets verschließen – gekippte Fenster sind offen
- Keine Schlüssel im Freien verstecken
- Bei Schlüsselverlust Schließzylinder wechseln
- Auf Fremde in der Wohnanlage achten und verdächtige Beobachtungen melden
- Keine Hinweise auf Abwesenheit in sozialen Netzwerken oder auf Anrufbeantwortern geben
- Mechanische Sicherungen an Fenstern und Türen anbringen
- Einbruch- und Überfall-Meldeanlagen installieren
Zusätzliche Beratung zum Einbruchschutz bietet die Polizei kostenlos an. Interessierte können sich an das Polizeipräsidium Offenburg wenden.
Fazit
Die Festnahme des 34-jährigen Tatverdächtigen stellt einen wichtigen Schritt in den Ermittlungen zu einer Reihe von Einbrüchen in der Region dar. Die Polizei bittet weiterhin um Mithilfe aus der Bevölkerung, um den flüchtigen Mittäter zu identifizieren und weitere Taten aufzuklären. Die Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor Einbrüchen sollten von allen Bürgerinnen und Bürgern beachtet werden.

