Close Menu
Blaulicht-Nachrichten.de
    Facebook X (Twitter) Instagram
    Donnerstag, Mai 21
    • Impressum
    Facebook X (Twitter) LinkedIn VKontakte
    Blaulicht-Nachrichten.de
    Banner
    • Polizei
    • Feuerwehr
    • Bundespolizei
    • Lokales
    Blaulicht-Nachrichten.de
    Start » Mutmaßliche Haupttäter der Ransomware-Gruppen GandCrab und REvil identifiziert – Internationale Fahndung läuft
    Staatsanwaltschaft

    Mutmaßliche Haupttäter der Ransomware-Gruppen GandCrab und REvil identifiziert – Internationale Fahndung läuft

    Blaulicht Nachrichten RedaktionBy Blaulicht Nachrichten Redaktion30. März 2026Keine Kommentare3 Mins Read
    Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr Email
    Polizeilogo des Landeskriminalamts Baden-Württemberg
    LKA Baden-Württemberg: Ermittlungserfolg gegen Ransomware-Gruppen GandCrab und REvil
    Share
    Facebook Twitter LinkedIn Pinterest Email

    Stuttgart – Ein gemeinsamer Erfolg im Kampf gegen organisierte Cyberkriminalität gelang dem Cybercrime-Zentrum (CCZ) der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe und dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA). Die Ermittler konnten zwei mutmaßliche Haupttäter hinter den berüchtigten Ransomware-Gruppen „GandCrab“ und „REvil“ identifizieren. Gegen die Beschuldigten wurden Haftbefehle erlassen, die Fahndung auf nationaler und internationaler Ebene wurde eingeleitet.

    Hintergrund zu den Ransomware-Gruppen

    Die Ransomware-Gruppe „GandCrab“ war in den Jahren 2018 und 2019 aktiv und erlangte durch ihre Angriffe auf zahlreiche Unternehmen und Einrichtungen Bekanntheit. Im Anschluss gründeten mutmaßlich mehrere Mitglieder, darunter die nun gesuchten Hauptverdächtigen, die Gruppe „REvil“ (auch „Sodinokibi“ genannt), die ihre Aktivitäten bis mindestens Juli 2021 fortsetzte. Beide Gruppierungen operierten nach dem sogenannten Ransomware-as-a-Service-Modell. Dabei wurden IT-Netzwerke infiltriert, Daten verschlüsselt und in einigen Fällen sensible Informationen exfiltriert. Für die Entschlüsselung und Nichtveröffentlichung der Daten forderten die Täter hohe Lösegelder.

    Ermittlungsergebnisse und Tatvorwürfe

    Die beiden Beschuldigten stehen im dringenden Verdacht, zwischen 2019 und 2021 an Angriffen auf insgesamt 130 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen in Deutschland beteiligt gewesen zu sein. In 25 Fällen wurde das geforderte Lösegeld gezahlt, wobei sich die Gesamtsumme auf etwa 1,8 Millionen Euro beläuft. Die wirtschaftlichen Schäden, die durch diese Angriffe entstanden sind, werden in Deutschland auf rund 35 Millionen Euro geschätzt. Ein einzelnes Unternehmen aus Baden-Württemberg erlitt dabei einen Schaden von rund 9 Millionen Euro.

    Dem mutmaßlichen Kopf der Gruppierung wird vorgeworfen, die Ransomware-Produkte „GandCrab“ und „REvil“ beworben, Affiliates angeworben und die Abwicklung der Lösegeldtransaktionen organisiert zu haben. Der zweite Beschuldigte soll als Programmierer die Schadsoftware entwickelt und weiterentwickelt sowie die Darknetplattform zur Verwaltung der Erpressungen betrieben haben.

    Internationale Zusammenarbeit und Fahndung

    Die Ermittlungen basieren auf einer umfangreichen Auswertung von Datensätzen, unter anderem von Kryptowährungstransaktionen. Die Zusammenarbeit mit Partnerbehörden in Europa und Nordamerika war dabei ein zentraler Baustein. Nach der Identifizierung der Beschuldigten wurden nationale und europäische Haftbefehle erwirkt. Die Festnahme der Tatverdächtigen wird international koordiniert.

    Die beiden Beschuldigten sind auf der EU-Most-Wanted-Liste aufgeführt. Zudem wurden öffentliche Fahndungen über das Bundeskriminalamt und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg eingestellt. Hinweise aus der Bevölkerung können per E-Mail an das LKA Stuttgart gerichtet werden.

    Vorangegangene Verurteilungen

    Bereits im Januar 2026 konnte das Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg einen mutmaßlichen Affiliate der Ransomware-Gruppen verurteilen lassen. Der Täter wurde wegen Erpressung bei den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart sowie bei weiteren 21 deutschen Unternehmen zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt.

    Bedeutung der Ermittlungen

    Die Identifizierung und Verfolgung der Haupttäter stellt einen wichtigen Schritt im Kampf gegen organisierte Cyberkriminalität dar. Ransomware-Angriffe verursachen nicht nur erhebliche wirtschaftliche Schäden, sondern gefährden auch die IT-Sicherheit und den Betrieb zahlreicher Unternehmen und öffentlicher Einrichtungen. Die Behörden betonen die Bedeutung der internationalen Kooperation, um Täter konsequent zu verfolgen und die Sicherheit im digitalen Raum zu erhöhen.

    Weitere interessante Meldungen

    • Alkoholbedingter Auffahrunfall auf der A8 bei Merklingen sorgt für Verkehrsbehinderungen
    • Dreifacher Diebstahl von Abstandssensoren an Audi-Fahrzeugen in Pforzheim
    • Betrunkener Radfahrer auf Bundesstraße 10 in Pforzheim kontrolliert
    Baden-Württemberg Blaulicht Cyberkriminalität Fahndung Feuerwehr GandCrab Haftbefehl Landeskriminalamt Polizei Ransomware REvil Staatsanwaltschaft Stuttgart
    Share. Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr Email
    Previous ArticlePolizei stoppt überladenen LKW in Herdecke – erhebliche technische Mängel festgestellt
    Next Article Ladendiebstahl in Hagen-Vorhalle endet mit Widerstand gegen Polizei
    Blaulicht Nachrichten Redaktion
    Blaulicht Nachrichten Redaktion
    • Website

    Als Redaktionsmitglied von Blaulicht-Nachrichten.de berichte ich über Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten im regionalen und überregionalen Raum. Mein besonderes Interesse gilt der transparenten Aufarbeitung komplexer Einsatzlagen sowie der verständlichen Darstellung behördlicher Mitteilungen für die Öffentlichkeit. Sorgfalt, Quellenprüfung und journalistische Neutralität stehen für mich an erster Stelle.

    Related Posts

    Unfallflucht in Sindelfingen: Geschädigter Pkw-Fahrer nach Zusammenstoß in der Goldmühlestraße gesucht

    30. März 2026

    Einbruch in Lebensmittelgeschäft in Langerwehe: Polizei bittet um Hinweise

    30. März 2026

    Leichter Verkehrsunfall auf der L264 bei Merzenich: Zwei Personen verletzt

    30. März 2026
    Leave A Reply Cancel Reply

    Unfallflucht in Sindelfingen: Geschädigter Pkw-Fahrer nach Zusammenstoß in der Goldmühlestraße gesucht

    30. März 2026

    Einbruch in Lebensmittelgeschäft in Langerwehe: Polizei bittet um Hinweise

    30. März 2026

    Leichter Verkehrsunfall auf der L264 bei Merzenich: Zwei Personen verletzt

    30. März 2026

    Betrunkener Autofahrer in Kreuzau von Zeugen gestoppt und der Polizei übergeben

    30. März 2026

    Junger Fahrer verliert Kontrolle im Kreisverkehr auf B264 bei Langerwehe – Zwei Verletzte nach Kleinkraftradunfall

    30. März 2026
    Load More
    Copyright © 2017. Designed by ThemeSphere.
    • Impressum

    Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.