Die Stadt Bergisch Gladbach und die Gemeinde Odenthal haben eine neue öffentlich-rechtliche Vereinbarung zur interkommunalen Zusammenarbeit ihrer Feuerwehren unterzeichnet. Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Nutzung von Werkstattleistungen, die für den sicheren Betrieb der Feuerwehren unerlässlich sind. Durch diese Kooperation sollen Ressourcen effizienter genutzt und die Qualität der Wartung und Pflege der Ausrüstung verbessert werden.
Gemeinsame Werkstattleistungen für mehr Effizienz
Die Zusammenarbeit umfasst vor allem spezialisierte Werkstattleistungen wie den Service von Atemschutzgeräten, die Pflege von Feuerwehrschläuchen sowie Wäschereileistungen für Einsatzkleidung. Diese Aufgaben erfordern nicht nur fachlich qualifiziertes Personal, sondern auch spezielle Räumlichkeiten und technisch aufwendige Prüfanlagen. Durch die Bündelung dieser Leistungen in Bergisch Gladbach können aufwendige Werkstattkapazitäten in Odenthal eingespart werden, während gleichzeitig eine fachgerechte und rechtssichere Durchführung gewährleistet bleibt.
Einrichtung eines gemeinsamen Gerätepools
Zur wirtschaftlichen Gestaltung der Zusammenarbeit wurde ein gemeinsamer Gerätepool eingerichtet. Dieser reduziert die Kosten für Reserve- und Ersatzteile, da größere Beschaffungsmengen bessere Konditionen ermöglichen. Die Gemeinde Odenthal entscheidet eigenständig über die Anzahl der benötigten Geräte und zahlt dafür eine Pauschale pro Ausrüstungsgegenstand. Dies sorgt für eine planbare und gleichmäßige Haushaltsbelastung auf beiden Seiten.
Vorteile für beide Kommunen
Die Kooperation bringt mehrere Vorteile mit sich. Neben der Kosteneffizienz durch die gemeinsame Nutzung von Infrastruktur profitieren beide Feuerwehren von einer einheitlichen und austauschbaren Technik. Dies erleichtert die Zusammenarbeit bei Einsätzen und sorgt für eine bessere Abstimmung der Ausrüstung. Zudem kann Odenthal auf die vorhandenen Strukturen in Bergisch Gladbach zurückgreifen, was den Aufwand für eigene Werkstatt- und Personalressourcen reduziert.
Statements der Verantwortlichen
Marcel Kreutz, Bürgermeister von Bergisch Gladbach, betont, dass die Kooperation ein praktisches Beispiel für kommunale Zusammenarbeit sei: „Wir nutzen vorhandene Strukturen effizienter und stärken gleichzeitig die Sicherheit in der Region.“ Laura Lundberg, Bürgermeisterin von Odenthal, sieht in der Vereinbarung einen wichtigen Schritt, um den steigenden Anforderungen an Qualitätssicherung und Dokumentation gerecht zu werden.
Auch die Feuerwehrleitungen begrüßen die Vereinbarung. Jörg Köhler, Leiter der Feuerwehr Bergisch Gladbach, hebt die sicherheitsrelevante Bedeutung der Wartung hervor und verweist auf die Vorteile durch die Nutzung gemeinsamer Werkstätten. Axel Staehler, Gemeindebrandinspektor in Odenthal, sieht darin eine Entlastung für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte, die sich dadurch stärker auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren können.
Rechtliche Grundlage und Ausblick
Die Zusammenarbeit wurde auf Basis des Gesetzes über die kommunale Gemeinschaftsarbeit (GkG NRW) sowie des Brandschutz-, Hilfeleistungs- und Katastrophenschutzgesetzes (BHKG NRW) vereinbart und ist auf unbestimmte Zeit angelegt. Beide Kommunen sehen in dem Modell ein zukunftsweisendes Beispiel für weitere Kooperationen im Rheinisch-Bergischen Kreis. Angesichts steigender Anforderungen an Prüf- und Dokumentationspflichten könnte die interkommunale Zusammenarbeit künftig eine wichtige Rolle bei der Sicherstellung des Brandschutzes spielen.
Mit der Vereinbarung leisten Bergisch Gladbach und Odenthal einen Beitrag zur Stärkung des kommunalen Brandschutzes und zur effizienten Nutzung öffentlicher Ressourcen in der Region.

