In Herzogenrath hat sich am vergangenen Wochenende ein Vorfall ereignet, bei dem eine 75-jährige Seniorin Opfer eines Betrugs wurde. Die Täter gaben sich telefonisch als Polizeibeamte aus und versuchten, die Frau dazu zu bringen, Wertsachen und Bargeld herauszugeben. Dank der Aufmerksamkeit der Seniorin und des schnellen Einschreitens der Polizei konnte eine Tatverdächtige festgenommen werden.
Erster Betrugsversuch am Sonntag
Am Sonntag, dem 15. März 2026, erhielt die 75-Jährige mehrere sogenannte Schockanrufe. Dabei gaben sich eine Frau und ein Mann als Polizeibeamte aus und informierten die Seniorin, dass ihre Wertsachen nicht mehr sicher seien. Um einen vermeintlichen Schaden abzuwenden, forderten die Täter die Herausgabe von Wertgegenständen. Die Frau übergab daraufhin eine Bankkarte sowie Schmuck im Wert eines niedrigen dreistelligen Betrags an die unbekannten Anrufer.
Neuerlicher Anruf am Montag mit höherer Forderung
Bereits am darauffolgenden Tag, Montag, den 16. März 2026, setzten die Täter ihre Betrugsversuche fort. Die Seniorin wurde erneut telefonisch kontaktiert und aufgefordert, bei ihrer Bank einen fünfstelligen Bargeldbetrag abzuheben. Das Geld solle anschließend an eine vermeintliche Polizistin übergeben werden, die das Bargeld abholen würde. Die Frau reagierte jedoch misstrauisch und wandte sich an die echte Polizei.
Festnahme der falschen Polizistin vor Ort
Durch das rechtzeitige Einschreiten der Polizei Aachen konnte die falsche Polizistin unmittelbar vor der Haustür der Seniorin gestellt und vorläufig festgenommen werden. Die Polizei bedankt sich bei der betroffenen Frau für ihre Aufmerksamkeit und das richtige Verhalten in dieser Situation.
Ermittlungen der Kriminalpolizei
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zu dem Fall aufgenommen. Die Identität der festgenommenen Tatverdächtigen sowie mögliche weitere Hintergründe zu den Tätern sind derzeit noch Gegenstand der Untersuchungen. Die Polizei warnt erneut vor der Masche der sogenannten Schockanrufe und rät dazu, bei verdächtigen Anrufen stets vorsichtig zu sein und im Zweifel die Polizei zu verständigen.
Prävention und Hinweise für Bürger
Schockanrufe, bei denen sich Betrüger als Polizeibeamte ausgeben und Geld oder Wertgegenstände fordern, sind ein bekanntes Problem. Die Polizei empfiehlt, niemals Bargeld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen zu übergeben und keine Bankkarten herauszugeben. Zudem sollte man bei solchen Anrufen immer direkt bei der örtlichen Polizeidienststelle anrufen, um die Echtheit der Forderungen zu überprüfen.
Der Fall aus Herzogenrath zeigt, wie wichtig Aufmerksamkeit und schnelles Handeln sind, um Betrugsversuche zu verhindern. Die Polizei setzt ihre Bemühungen fort, um Täter zu ermitteln und solche Straftaten zu verhindern.

