Am Donnerstag, dem 12. März, kam es in Trier zu einem versuchten Telefonbetrug, bei dem ein 74-jähriger Mann Opfer von sogenannten Call-Center-Betrügern werden sollte. Die Täter gaben sich am Telefon als Polizeibeamte aus und warnten den Senior vor einem unmittelbar bevorstehenden Einbruch in sein Haus.
Masche der Betrüger: Polizei-Imitation und Drohung mit Einbruch
Die Anrufer erklärten dem 74-Jährigen, er müsse zum Schutz all sein Bargeld und seine Wertgegenstände an einen vermeintlichen Polizisten übergeben. Ziel war es, den Mann zur Übergabe seiner Besitztümer zu bewegen, damit die Täter diese anschließend entwenden konnten. Der Senior reagierte jedoch besonnen und durchschaute die Betrugsmasche.
Polizei rechtzeitig informiert und Täter festgenommen
Statt die Forderungen der Betrüger zu erfüllen, informierte der 74-Jährige heimlich die echte Polizei in Trier. Gleichzeitig spielte er am Telefon weiter mit und gab vor, sich auf die Abholung seiner Wertgegenstände einzulassen. Einige Zeit später erschien tatsächlich ein Abholer bei dem Mann zu Hause.
Als der Mann die Tasche mit den angeblichen Wertgegenständen übergab und in ein Fluchtfahrzeug steigen wollte, griffen Einsatzkräfte der Kriminalpolizei zu. Sie nahmen den Abholer sowie drei weitere mutmaßliche Mittäter im Alter von 23 bis 30 Jahren im Fahrzeug vorläufig fest.
Ermittlungen und Haftbefehle
Die drei erwachsenen Tatverdächtigen wurden am Folgetag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Trier vorgeführt. Dieser erließ für alle drei Untersuchungshaftbefehle. Ein vierter Tatverdächtiger, ein Jugendlicher, wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft aus der polizeilichen Maßnahme entlassen.
Weiterer Verlauf und Hinweise
Die Ermittlungen zu dem Fall dauern an. Die Polizei weist erneut darauf hin, dass echte Polizeibeamte niemals Bargeld oder Wertgegenstände zur sicheren Verwahrung an sich nehmen. Bürgerinnen und Bürger sollten bei verdächtigen Anrufen stets vorsichtig sein und im Zweifel die Polizei informieren.
Der Fall zeigt, wie wichtig Aufmerksamkeit und besonnenes Handeln bei Betrugsversuchen sind. Dank des besonnenen Verhaltens des 74-Jährigen konnten die Täter rechtzeitig gestellt und weitere Taten verhindert werden.
Die Polizei in Trier steht für Rückfragen zur Verfügung und bittet die Bevölkerung, bei ähnlichen Vorfällen sofort die Behörden zu informieren.

