Am Dienstagvormittag kam es in der Moerser Innenstadt zu einem Betrugsfall, bei dem eine Seniorin durch dreiste Täterinnen um ihre Bankkarte und die PIN-Nummer gebracht wurde. Die Tat ereignete sich zwischen 9 und 10 Uhr in einem Mehrfamilienhaus, wobei die Polizei aktuell nach Zeugen sucht.
Vorgehen der Täterinnen
Mindestens drei unbekannte Frauen klingelten an der Wohnungstür der 84-jährigen Bewohnerin und gaben sich als Bankmitarbeiterinnen aus. Im Gespräch behaupteten sie, es lägen Unregelmäßigkeiten auf dem Konto der Seniorin vor. Aufgrund dieser angeblichen Probleme überzeugten sie die Frau, ihnen ihre Bankkarte sowie die PIN-Nummer auszuhändigen.
Im Anschluss kam es zu mehreren unautorisierten Abbuchungen vom Konto der Seniorin. Die Polizei geht davon aus, dass die Täterinnen die Karte und die PIN für weitere betrügerische Transaktionen nutzten.
Beschreibung der Verdächtigen
Die Täterinnen werden als etwa 30 bis 45 Jahre alt und korpulent beschrieben. Auffällig war, dass eine der Frauen bunt gekleidet war. Die Polizei bittet um Hinweise von Personen, denen die Gruppe aufgefallen ist oder die Angaben zu einem möglichen Fluchtfahrzeug machen können.
Zeugenaufruf und Kontaktmöglichkeiten
Die Kriminalpolizei in Moers bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder weitere Informationen zu den Täterinnen oder deren Fahrzeug geben können, sich bei der Polizeiwache Süd unter der Telefonnummer 02841-171 0 zu melden. Auch Hinweise zu möglichen weiteren Betrugsversuchen sind willkommen.
Prävention und Verhaltenstipps
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang erneut auf wichtige Sicherheitsmaßnahmen hin, um Betrugsversuchen an der Haustür vorzubeugen. Dazu gehört, stets durch den Türspion zu schauen und die Tür nur über einen Sperrriegel zu öffnen. Fremde Personen sollten grundsätzlich nicht in die Wohnung gelassen werden.
Besonders wichtig ist es, misstrauisch zu sein, wenn jemand um Geld, Wertgegenstände oder Bankkarten bittet. Behörden und Banken verlangen niemals die Übergabe von Bargeld oder Bankkarten sowie die Herausgabe von PIN-Nummern am Telefon oder an der Haustür.
Bei Unsicherheiten oder einem unguten Gefühl sollte die Tür geschlossen und die Polizei verständigt werden. Auch das Hinzuziehen von Vertrauenspersonen wird empfohlen.
Appell an Angehörige und Nachbarn
Die Polizei richtet zudem einen Appell an jüngere Angehörige, Freunde und Nachbarn, ihre älteren Familienmitglieder und Bekannten über die Maschen der Betrüger aufzuklären. Eine frühzeitige Information kann helfen, solche Vorfälle zu verhindern.
Weiteres Vorgehen
Betroffene werden gebeten, sich umgehend an die Polizei zu wenden und eine Anzeige zu erstatten, um die Ermittlungen zu unterstützen. Die Polizei setzt alles daran, die Täterinnen zu identifizieren und weitere Straftaten zu verhindern.

