Am Sonntagabend, den 22. März 2026, wurde ein Vorfall sexueller Belästigung in einem Freizeitbad in Titisee-Neustadt gemeldet. Gegen 18:50 Uhr alarmierte eine Mitarbeiterin das Sicherheitspersonal und die Polizei, nachdem ein männlicher Badegast mehrere Frauen offenbar in sexueller Absicht belästigt haben soll.
Vorfall im textilfreien Bereich des Bades
Nach den bisherigen Erkenntnissen soll sich der 32-jährige Tatverdächtige im textilfreien Bereich des Freizeitbads in einem Wasserbecken aufgehalten haben. Dort soll er mindestens eine Frau unsittlich berührt haben. Als die Geschädigte den Mann aufforderte, sein Verhalten zu unterlassen, kam es zu einer erneuten mutmaßlichen sexuellen Berührung.
Die betroffene Frau wandte sich daraufhin an das Badepersonal, das umgehend die Polizei verständigte. Eine Streife traf kurz darauf am Einsatzort ein, wo der Tatverdächtige vom Sicherheitspersonal übergeben wurde.
Polizeiliche Maßnahmen und Verhalten des Tatverdächtigen
Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der 32-Jährige alkoholisiert war. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,6 Promille. Im Verlauf der polizeilichen Maßnahmen zeigte sich der Mann zunehmend aggressiv. Aus Sicherheitsgründen wurden ihm Handschließen angelegt.
Beim Versuch, den Tatverdächtigen in den Streifenwagen zu bringen, verweigerte dieser die Kooperation, sodass die Einsatzkräfte körperlichen Zwang anwenden mussten. Auch auf der Dienststelle in Titisee-Neustadt leistete der Mann Widerstand, versuchte unter anderem einen Beamten zu beißen und beleidigte sowie bedrohte die eingesetzten Polizisten fortwährend. Verletzt wurde niemand.
Rechtliche Konsequenzen und weitere Ermittlungen
Der Beschuldigte, der die Schweizer Staatsangehörigkeit besitzt, wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Freiburg in einer Gewahrsamszelle untergebracht. Ein beschleunigtes Verfahren wurde eingeleitet. Am folgenden Tag verurteilte das Amtsgericht Freiburg den Mann wegen sexueller Belästigung zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro.
Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Tatverdächtige während seines Aufenthalts im Freizeitbad weitere Frauen belästigt hat, bittet die Kriminalpolizei Freiburg mögliche weitere Geschädigte, sich zu melden.
Aufruf an mögliche weitere Opfer
Die Ermittler sind auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen und bitten insbesondere Frauen, die im genannten Zeitraum im Freizeitbad in Titisee-Neustadt sexuell belästigt wurden, Kontakt mit der Kriminalpolizei Freiburg aufzunehmen. Die Telefonnummer lautet 0761 882-2880.
Die Polizei betont, dass alle Hinweise vertraulich behandelt werden und zur Aufklärung des Sachverhalts beitragen können. Die Sicherheit und der Schutz der Badegäste haben für die Behörden höchste Priorität.
Hintergrund und Prävention
Der Vorfall zeigt erneut die Bedeutung von aufmerksamem Personal in öffentlichen Einrichtungen und die Notwendigkeit, sexuelle Belästigung konsequent zu verfolgen. Freizeitbäder und ähnliche Einrichtungen sind aufgefordert, präventive Maßnahmen zu verstärken und Besucher auf das Thema hinzuweisen.
Die Polizei Freiburg appelliert an die Bevölkerung, bei verdächtigen Beobachtungen frühzeitig die Einsatzkräfte zu informieren, um Straftaten zu verhindern und Betroffene zu schützen.

