Am Dienstagabend, dem 17. März 2026, kam es in Essen zu einem Einsatz, bei dem die Polizei ein Drogenlabor entdeckte und zwei Tatverdächtige festnahm. Ausgangspunkt war ein medizinischer Notfall in der Wohnung eines 35-jährigen Mannes im Stadtteil Rüttenscheid.
Medizinischer Notfall führt zu Polizeieinsatz
Gegen 15:10 Uhr alarmierte eine 22-jährige Frau den Rettungsdienst, nachdem ein Bekannter von ihr, der 35-Jährige, plötzlich zusammengebrochen war. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Mann zuvor ein Gefäß mit einer unbekannten Substanz fallen lassen, woraufhin er bewusstlos wurde. Die junge Frau leitete umgehend Reanimationsmaßnahmen ein, bis die Rettungskräfte eintrafen. Der Mann wurde notärztlich versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Nach aktuellem Stand besteht keine Lebensgefahr.
Verdacht auf Herstellung von Betäubungsmitteln
Während der medizinischen Versorgung entdeckten die Rettungskräfte in der Wohnung chemische Substanzen und Materialien, die auf die Herstellung von Betäubungsmitteln hindeuteten. Die Polizei wurde umgehend informiert und bestätigte den Verdacht bei der Überprüfung der Örtlichkeit. Der 35-Jährige stand bereits seit Dezember 2025 im Fokus von Ermittlungen wegen des Verdachts der Betäubungsmittelherstellung.
Erweiterte Ermittlungen führen zu zweitem Drogenlabor
Im Rahmen der weiteren Ermittlungen suchten die Einsatzkräfte auch die Wohnung eines 53-jährigen Tatverdächtigen im Stadtteil Frohnhausen auf. Dort fanden sie ebenfalls ein Drogenlabor vor. Aufgrund der Gefährdung durch die aufgefundenen Stoffe wurde eine spezialisierte Einheit des Landeskriminalamtes hinzugezogen, die die Örtlichkeit sicherte und überprüfte.
Festnahmen und Untersuchungshaft
Beide Tatverdächtige wurden festgenommen und auf Antrag der Staatsanwaltschaft Essen einem Haftrichter vorgeführt. Das Amtsgericht Essen ordnete Untersuchungshaft an. Die Kriminaltechniker sicherten umfangreiche Spuren an beiden Tatorten.
Ermittlungen dauern an
Die Polizei Essen führt die Ermittlungen zu Art und Umfang der hergestellten Betäubungsmittel sowie zu möglichen weiteren Beteiligten fort. Weitere Details wurden bislang nicht bekannt gegeben.
Die Polizei bittet Zeugen oder Personen mit sachdienlichen Hinweisen, sich unter der Telefonnummer 0201-829 1065 oder per E-Mail an pressestelle.essen@polizei.nrw.de zu melden.

