Am 13. März 2026 kam es in der Innenstadt von Pforzheim zu einem körperlichen Angriff auf zwei Fahrkartenkontrolleure, die bei dem Vorfall leichte Verletzungen erlitten. Nach intensiven Ermittlungen konnten zwei Tatverdächtige im Alter von 17 und 19 Jahren identifiziert werden.
Durchsuchungen und Festnahme am 18. März
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe – Zweigstelle Pforzheim wurden durch das Amtsgericht Pforzheim Durchsuchungsbeschlüsse erlassen, die am Morgen des 18. März 2026 vollzogen wurden. Im Rahmen dieser Maßnahmen wurde der 17-jährige Tatverdächtige angetroffen und festgenommen.
Vorwurf der besonders schweren räuberischen Erpressung
Dem 17-Jährigen wird vorgeworfen, die beiden Fahrkartenkontrolleure unter anderem mit Pfefferspray attackiert zu haben. Ziel der Tat soll gewesen sein, dem anderen Tatverdächtigen die Flucht zu ermöglichen und so die Erhebung des erhöhten Beförderungsentgelts von 60 Euro für eine zuvor ohne Ticket absolvierte Busfahrt zu verhindern.
Haftbefehl und Untersuchungshaft
Der Tatverdächtige wurde am Mittwochnachmittag dem zuständigen Haftrichter beim Amtsgericht Pforzheim vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl wegen dringenden Verdachts der besonders schweren räuberischen Erpressung sowie der gefährlichen Körperverletzung. Zudem wurde Fluchtgefahr festgestellt. Der Haftbefehl wurde in Vollzug gesetzt, sodass sich der 17-Jährige nun in Untersuchungshaft befindet.
Weiterhin flüchtiger Tatverdächtiger
Der zweite Tatverdächtige, ein 19-jähriger rumänischer Staatsbürger, ist derzeit noch flüchtig. Die Ermittlungen zu seiner Identität und seinem Aufenthaltsort dauern an. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise, die zur Ergreifung des Tatverdächtigen beitragen können.
Ermittlungen und weitere Schritte
Die Ermittlungen werden vom Haus des Jugendrechts geführt und konzentrieren sich weiterhin auf die Aufklärung des genauen Tatablaufs sowie die Ermittlung weiterer möglicher Tatbeteiligter. Die Behörden betonen, dass die Sicherheit der Fahrkartenkontrolleure und des öffentlichen Nahverkehrs höchste Priorität hat.
Die Polizei rät Fahrgästen und Zeugen, verdächtige Beobachtungen unverzüglich zu melden, um die Ermittlungen zu unterstützen. Weitergehende Informationen werden nach Abschluss der Ermittlungen veröffentlicht.

