In Karlsruhe ist es Einsatzkräften des Polizeipräsidiums Karlsruhe in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Einsatz gelungen, einen 56-jährigen Tatverdächtigen festzunehmen, der im Verdacht steht, eine Vielzahl von Wohnungseinbrüchen begangen zu haben. Die Festnahme erfolgte am Freitagnachmittag, dem 13. März 2026, nach wochenlangen, intensiven Ermittlungen.
Ermittlungen führten zur Identifizierung des Verdächtigen
Die Ermittlungsgruppe Wohnungseinbruch des Polizeipräsidiums Karlsruhe hatte den Mann seit längerer Zeit im Visier. Nach sorgfältiger Analyse und Auswertung von Spuren und Hinweisen konnte der Tatverdächtige schließlich identifiziert und in der Karlsruher Innenstadt lokalisiert werden. Die Festnahme erfolgte auf Grundlage eines bestehenden Haftbefehls.
Umfangreiche Tatvorwürfe gegen den 56-Jährigen
Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, seit Mitte Oktober des vergangenen Jahres mindestens 30 Wohnungseinbrüche im Stadt- und Landkreis Karlsruhe verübt zu haben. Darüber hinaus wird ihm in weiteren 17 Fällen ein Versuch der Tatbegehung zur Last gelegt. Neben den Wohnungseinbrüchen gibt es Hinweise auf einen versuchten Einbruch in ein Firmengebäude sowie einen versuchten PKW-Aufbruch.
Einbruchsserie auch in angrenzenden Polizeipräsidien vermutet
Die Polizei geht davon aus, dass der Tatverdächtige möglicherweise auch für Einbrüche in den Zuständigkeitsbereichen der Polizeipräsidien Pforzheim, Offenburg, Konstanz und Rheinpfalz verantwortlich sein könnte. Die Ermittlungen in diesen Fällen werden fortgeführt, um mögliche weitere Taten aufzuklären.
Auswirkungen auf die Bevölkerung und Bedeutung der Ermittlungen
Wohnungseinbrüche stellen für die Betroffenen nicht nur einen erheblichen materiellen Schaden dar, sondern beeinträchtigen auch das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung stark, da sie in den privaten Lebensraum eingreifen. Der Leiter der Kriminalpolizei Karlsruhe, Leitender Kriminaldirektor Detlef Erny, unterstrich die Bedeutung der konsequenten Ermittlungsarbeit in diesem Bereich. Seit 2017 ist der Wohnungseinbruchdiebstahl als eigenständiger Straftatbestand mit einem Strafrahmen von bis zu zehn Jahren eingestuft, was die Ernsthaftigkeit der Straftaten verdeutlicht.
Koordinierte Polizeiarbeit als Schlüssel zum Erfolg
Die erfolgreiche Festnahme ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit verschiedener Abteilungen und Partner innerhalb der Polizei, darunter die Schutzpolizei und das Polizeipräsidium Einsatz. Diese koordinierte Vorgehensweise soll dazu beitragen, weitere Einbrüche zu verhindern und die Täter konsequent zur Rechenschaft zu ziehen.
Weiteres Vorgehen und Haft
Der festgenommene Mann wurde noch am selben Tag aufgrund des bestehenden Haftbefehls in Untersuchungshaft genommen. Die Ermittlungen dauern weiterhin an, um die Tatvorwürfe abschließend zu klären und gegebenenfalls weitere Beteiligte zu identifizieren.
Die Polizei bittet die Bevölkerung weiterhin um Mithilfe und Hinweise, die zur Aufklärung von Wohnungseinbrüchen beitragen können.
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