Im Zeitraum vom 9. bis 15. März 2026 führte das Polizeipräsidium Südhessen im Rahmen der europaweiten ROADPOL-Kontrollwoche „Operation Seatbelt“ verstärkte Verkehrskontrollen durch. Ziel der Aktion war es, die Verkehrssicherheit durch die Sensibilisierung der Fahrzeugführer und Mitfahrenden für das richtige Anlegen von Sicherheitsgurten zu erhöhen und so das Risiko schwerer Verletzungen bei Unfällen zu reduzieren.
Schwerpunkt auf Anschnallpflicht und Kindersicherung
Die Polizei war während der gesamten Woche in ganz Südhessen unterwegs und kontrollierte insgesamt 1.092 Fahrzeuge. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf der korrekten Sicherung aller Insassen, insbesondere von Kindern. Die Kontrollen sollten nicht nur Verstöße ahnden, sondern auch das Bewusstsein für die Bedeutung des Sicherheitsgurtes stärken.
Ergebnisse der Kontrollwoche
Bei den Kontrollen wurden 328 Personen festgestellt, die entweder gar keinen Sicherheitsgurt angelegt hatten oder diesen nicht ordnungsgemäß trugen. Darunter befanden sich auch 22 Kinder, die nicht vorschriftsmäßig gesichert waren. Die Betroffenen mussten mit Verwarngeldern rechnen, wobei bei nicht ordnungsgemäß gesicherten Kindern auch Bußgelder verhängt wurden.
Weitere Verstöße und Maßnahmen
Neben den Gurtverstößen wurden weitere Verkehrsdelikte festgestellt. So wurde ein offener Haftbefehl vollstreckt, sechs Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz geahndet sowie fünf Fälle von verbotswidriger Handynutzung am Steuer registriert. Zudem wurden drei Fahrzeuge mit Mängeln beanstandet. Diese zusätzlichen Feststellungen verdeutlichen die umfassende Kontrolltätigkeit der Polizei während der Aktionswoche.
ROADPOL und die Bedeutung der Aktion
Das European Roads Policing Network (ROADPOL) organisiert regelmäßig koordinierte Kontrollwochen in ganz Europa, um die Verkehrssicherheit zu verbessern. Die „Operation Seatbelt“ ist eine dieser Schwerpunktaktionen, die sich gezielt mit der Anschnallpflicht und der Sicherung von Fahrzeuginsassen beschäftigt. Die Polizei in Südhessen beteiligt sich regelmäßig an solchen Aktionen, um durch gezielte Kontrollen und Aufklärung die Hauptunfallursachen zu bekämpfen.
Ausblick und weitere Maßnahmen
Die Polizei in Südhessen kündigte an, sich auch künftig an koordinierten Verkehrssicherheitsaktionen zu beteiligen. Ziel ist es, durch kontinuierliche Präsenz und Kontrollen die Einhaltung von Verkehrsregeln zu fördern und so die Zahl der Verkehrsunfälle und deren Schwere zu reduzieren. Die Bedeutung des Anschnallens als einfache, aber wirkungsvolle Schutzmaßnahme wird dabei immer wieder hervorgehoben.
Verkehrsteilnehmer werden weiterhin dazu aufgerufen, die Anschnallpflicht ernst zu nehmen und insbesondere auch Kinder ordnungsgemäß zu sichern. Nur so kann das Risiko schwerer Verletzungen bei Unfällen deutlich gesenkt werden.

