Wolfsburg – Fast 30 Jahre nach einem schweren Sexualdelikt in Wolfsburg startet die Polizei eine Öffentlichkeitsfahndung, um den Täter zu ermitteln. Die Tat ereignete sich Ende August 1995 in einer Schultoilette im Stadtteil Wohltberg. Das Opfer war damals ein achtjähriger Junge. Die Anzeige wurde erst Ende 2025 bei der Polizei erstattet.
Details zur Tat und zum Tatort
Das Sexualdelikt soll sich an einem Vormittag Ende August 1995 in der Danziger Straße im Stadtteil Wohltberg zugetragen haben. Der Täter nutzte die Schultoilette als Tatort. Aufgrund der späten Anzeige und der langen Zeitspanne gestaltet sich die Aufklärung des Falls als schwierig.
Beschreibung des Tatverdächtigen
Die Polizei hat eine Phantomzeichnung des mutmaßlichen Täters veröffentlicht und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Der Mann wird zur Tatzeit auf ein Alter zwischen 35 und 40 Jahren geschätzt. Seine Körpergröße wird auf etwa 1,70 bis 1,80 Meter angegeben. Auffällig ist sein leicht übergewichtiges Erscheinungsbild.
Der Tatverdächtige hatte mittellange, blond-bräunliche Haare und trug einen Drei-Tage-Bart. Sein Erscheinungsbild wurde als ungepflegt beschrieben. Er sprach akzentfreies Hochdeutsch und war zur Tatzeit mit einem gemusterten Wollpullover mit rundem Ausschnitt, einer weiten Jeans sowie Slippern mit Schnürsenkeln bekleidet.
Ermittlungsstand und Fahndungsaufruf
Bislang führten die polizeilichen Ermittlungen nicht zur Identifizierung oder Festnahme des Täters. Aufgrund eines richterlichen Beschlusses wurde nun die Öffentlichkeitsfahndung eingeleitet. Die Polizei hofft, dass Hinweise aus der Bevölkerung zur Aufklärung beitragen können.
Zeugen oder Personen, die Angaben zu dem abgebildeten Mann machen können, werden gebeten, sich beim 1. Fachkommissariat der Polizei Wolfsburg unter der Telefonnummer 05361/46460 zu melden. Auch anonyme Hinweise sind willkommen.
Wichtigkeit der Zeugenhinweise
Die Polizei betont, dass auch kleinste Hinweise hilfreich sein können, um den Fall aufzuklären. Gerade bei lang zurückliegenden Straftaten ist die Unterstützung der Öffentlichkeit ein wichtiger Baustein der Ermittlungsarbeit.
Die Ermittler bitten um Verständnis, dass aufgrund des Alters des Falls und der Komplexität der Ermittlungen keine weiteren Details veröffentlicht werden. Die Wahrung der Persönlichkeitsrechte des Opfers steht weiterhin im Vordergrund.
Kontaktmöglichkeiten für Hinweisgeber
Für Rückfragen und Hinweise steht Melanie aus dem Bruch vom 1. Fachkommissariat der Polizei Wolfsburg zur Verfügung. Sie ist telefonisch unter 05361-4646104 oder per E-Mail an melanie-aus-dem.bruch@polizei.niedersachsen.de erreichbar.
Die Polizei Wolfsburg appelliert an die Bevölkerung, die Phantomzeichnung aufmerksam anzusehen und sich bei relevanten Beobachtungen zu melden, um zur Aufklärung dieser schweren Straftat beizutragen.

