Vom 16. bis zum 22. März 2026 führte das Polizeikommissariat Elze die erste Verkehrssicherheitswoche des Jahres durch. Ziel der Aktion war es, die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen und vermeidbare Verkehrsunfälle zu reduzieren. Dabei lag der Fokus auf den häufigsten Unfallursachen wie überhöhter Geschwindigkeit und Fahruntauglichkeit durch Alkohol- oder Drogenkonsum.
Gezielte Kontrollen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit
Im Rahmen der Verkehrssicherheitswoche wurden mobile Verkehrskontrollen durchgeführt. Unterstützt wurde das Polizeikommissariat Elze dabei von der Bereitschaftspolizeihundertschaft aus Hannover, die insbesondere die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer überwachte. Am Dienstag fand zudem eine stationäre Kontrolle am Alten Posthof an der Bundesstraße 3 statt. Hier lag der Schwerpunkt auf der Überprüfung der Fahrtauglichkeit der Fahrzeugführer. Bei einem Fahrzeugführer konnten Ausfallerscheinungen festgestellt werden, die auf den Konsum von Betäubungsmitteln hindeuteten. Gegen die betroffene Person wurde ein Verfahren eingeleitet.
Prävention und Aufklärung auch abseits der Straße
Neben den verkehrsbezogenen Maßnahmen engagierten sich Beamte des Kriminal- und Ermittlungsdiensts Elze auch in der Prävention gegen Taschendiebstahl. An den Standorten der Aldi-Supermärkte in Gronau und Elze informierten sie die Bürgerinnen und Bürger über sichere Verwahrmöglichkeiten für Geldbörsen und warnten davor, Handtaschen unbeaufsichtigt zu lassen. Informationsflyer wurden an viele Interessierte verteilt, um die Sensibilisierung für das Thema zu erhöhen.
E-Scooter-Kurs für mehr Sicherheit im Straßenverkehr
Der Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Hildesheim, Herr Koplin, unterstützte die Verkehrssicherheitswoche mit einem E-Scooter-Kurs an der Astrid-Lindgren-Grundschule. Der Kurs umfasste theoretische und praktische Inhalte und richtete sich insbesondere an jüngere Verkehrsteilnehmer. Ziel war es, das Bewusstsein für die sichere Nutzung von E-Scootern im Straßenverkehr zu stärken.
Ergebnisse der Kontrollwoche im Überblick
Während der Verkehrssicherheitswoche wurden insgesamt neun Verkehrsstraftaten und 121 Verkehrsordnungswidrigkeiten festgestellt. Darunter befanden sich drei Fälle von Fahrern unter Alkoholeinfluss sowie ein Fall mit Drogenbeeinflussung, der als Gefährdung des Straßenverkehrs bewertet wurde. Zudem wurden Verfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz und Urkundenfälschung an einem amtlichen Kennzeichen eingeleitet.
Die Polizei ahndete 70 Geschwindigkeitsüberschreitungen sowie zehn Verstöße wegen Nichtanlegens des Sicherheitsgurts und einen Fall der Nutzung eines Mobiltelefons während der Fahrt. Weitere Ordnungswidrigkeiten betrafen unter anderem defekte Beleuchtungseinrichtungen sowie das Nicht-Mitführen von vorgeschriebenen Sicherheitsausstattungen wie Warndreieck, Verbandskasten oder Warnweste.
Bußgelder und Fahrverbote
Insgesamt verhängten die Beamten 82 Verwarngelder und 38 Bußgelder. Zwei Verkehrsteilnehmer müssen mit einem Fahrverbot rechnen. Zusätzlich stellte ein Blitzeranhänger des Landkreises Hildesheim 60 weitere Geschwindigkeitsverstöße fest.
Fazit und Ausblick
Die erste Verkehrssicherheitswoche 2026 des Polizeikommissariats Elze zeigt, dass gezielte Kontrollen und Präventionsarbeit wichtige Bausteine zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sind. Durch die Kombination aus repressiven Maßnahmen und Aufklärung konnte das Bewusstsein für sicheres Verhalten im Straßenverkehr gestärkt werden. Die Polizei plant, solche Aktionen auch künftig regelmäßig durchzuführen, um die Zahl der Verkehrsunfälle nachhaltig zu senken.

