Am vergangenen Wochenende und am Montagmorgen ereigneten sich auf der Bundesautobahn 2 (A2) im Bereich Nordrhein-Westfalen mehrere Verkehrsunfälle, die auf Aquaplaning zurückzuführen sind. Die Polizei Bielefeld berichtete von drei separaten Unfällen, bei denen Fahrzeugführer die Geschwindigkeit nicht den widrigen Wetterbedingungen anpassten. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit anderen Fahrzeugen sowie Schutzplanken. Die Polizei warnt eindringlich vor den Gefahren bei Regen und ruft zur angepassten Fahrweise auf.
Unfall am Montagmorgen zwischen Vlotho West und Herford
Am Montag, den 30. März 2026, gegen 06:20 Uhr befuhr ein 49-jähriger Mann aus Bielefeld mit seinem VW SUV den mittleren Fahrstreifen der A2 in Fahrtrichtung Dortmund. Zwischen den Anschlussstellen Vlotho West und Herford geriet der Fahrer aufgrund von Aquaplaning ins Schleudern. Das Fahrzeug prallte zunächst gegen die rechte Seitenschutzplanke, schleuderte anschließend zurück auf die Fahrbahn und kollidierte dort mit einem Sattelzug, der von einem 39-jährigen Fahrer aus Polen gesteuert wurde und den rechten Fahrstreifen befuhr.
Der SUV-Fahrer zog sich leichte Verletzungen zu und wurde mit einem Rettungswagen zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. An dem Fahrzeug entstand erheblicher Sachschaden, der auf etwa 40.000 Euro geschätzt wird. Der SUV musste abgeschleppt werden. Während der Unfallaufnahme waren zeitweise zwei Fahrstreifen in Richtung Dortmund gesperrt; gegen 07:20 Uhr war die Strecke wieder vollständig befahrbar.
Unfallserie am Samstag mit mehreren Fahrzeugen involviert
Bereits am Samstag, dem 28. März 2026, kam es auf der A2 zu zwei weiteren Unfällen infolge von Aquaplaning. Gegen 14:35 Uhr verlor ein 39-jähriger Fahrer eines Alfa Romeo aus Sülzetal zwischen der Anschlussstelle Vlotho West und dem Kreuz Bad Oeynhausen die Kontrolle über sein Fahrzeug. Aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit bei regennasser Fahrbahn schleuderte er gegen die Mittelschutzplanke. Der nachfolgende Verkehr musste stark abbremsen, was zu einer Kettenreaktion führte.
Ein 45-jähriger Berliner, der mit seinem Audi A6 auf dem mittleren Fahrstreifen unterwegs war, bremste ab und wich nach rechts aus. Dabei kollidierte er mit mehreren Fahrzeugen auf dem rechten Fahrstreifen: einem Skoda einer 45-jährigen Frau aus Bielefeld, einem Mercedes eines 30-jährigen Hannoveraners sowie einem Ford eines 76-jährigen Bielefelders. Der Berliner erlitt leichte Verletzungen und wurde im Krankenhaus behandelt. Die beteiligten Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden wird auf etwa 69.000 Euro geschätzt.
Später Unfall am Samstagabend bei Herzebrock-Clarholz
Am Samstagabend gegen 19:20 Uhr kam es auf der A2 in Richtung Dortmund zwischen den Anschlussstellen Herzebrock-Clarholz und Oelde zu einem weiteren Aquaplaning-Unfall. Ein 44-jähriger Fahrer aus Neuenkirchen verlor mit seinem BMW 3er aufgrund der nassen Fahrbahn die Kontrolle und schleuderte in die Mittelschutzplanke.
Auch dieser Fahrer erlitt leichte Verletzungen und wurde im Krankenhaus verarztet. Der BMW war nicht mehr fahrbereit und wurde von einem Abschleppunternehmen abtransportiert. Der Sachschaden beläuft sich auf circa 20.000 Euro.
Polizei mahnt zur angepassten Geschwindigkeit bei Regen
Die Polizei Bielefeld weist darauf hin, dass die Unfälle auf nicht angepasste Geschwindigkeit bei regennasser Fahrbahn zurückzuführen sind. Aquaplaning, das durch Wasser auf der Fahrbahn verursacht wird, kann schnell zum Verlust der Fahrzeugkontrolle führen. Die Polizei appelliert daher an alle Verkehrsteilnehmer, ihre Geschwindigkeit den Wetter- und Straßenverhältnissen anzupassen und besonders vorsichtig zu fahren, um solche Unfälle zu vermeiden.
Besonders auf vielbefahrenen Autobahnen wie der A2, die als wichtige Verkehrsachse durch Nordrhein-Westfalen führt, ist Rücksichtnahme und angepasste Fahrweise unerlässlich. Die Polizei wird weiterhin verstärkt auf die Einhaltung der Verkehrsregeln achten, um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen.

