Am Mittwochabend, dem 25. März 2026, alarmierte ein Mann aus Hagen-Haspe die Polizei, nachdem er in seiner gemeinsamen Wohnung Opfer häuslicher Gewalt geworden war. Nach Angaben des Mannes hatte ihn seine Ehefrau angegriffen. Die eintreffenden Polizeibeamten fanden in der Wohnung mehrere zerbrochene Blumentöpfe vor, die offenbar im Verlauf des Streits zerstört worden waren.
Vorfall in der Wohnung – zerstörte Gegenstände als Indiz
Die Beamten wurden gegen Abend in die Wohnung im Stadtteil Haspe gerufen. Bei ihrem Eintreffen bemerkten sie, dass in der Küche und im Wohnzimmer mehrere Blumentöpfe zertrümmert auf dem Boden lagen. Der Mann wirkte bei der Schilderung des Vorfalls gefasst, zeigte jedoch auch sichtbare Erschütterung.
Angriff nach Alkoholkonsum
Nach eigenen Angaben hatte die Ehefrau nach dem Konsum von Alkohol ohne erkennbaren Anlass mehrere Zimmerpflanzen durch die Wohnung geworfen und den Mann mit beiden Händen mehrfach geschlagen. Der Geschädigte flüchtete daraufhin ins Badezimmer und wählte von dort aus den Notruf.
Erste körperliche Übergriffe in der Beziehung
Der Mann berichtete, dass es zuvor in der Beziehung noch nie zu körperlichen Übergriffen gekommen sei. Die Situation war für ihn demnach neu und belastend.
Frau unter Alkoholeinfluss – Rückkehrverbot verhängt
Die Ehefrau befand sich zum Zeitpunkt des Polizeieinsatzes im Schlafzimmer und stand nach Angaben der Einsatzkräfte deutlich unter dem Einfluss von Alkohol. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,3 Promille. Die Frau zeigte sich aggressiv, wechselte jedoch mehrfach zwischen Schreien und Weinen. Sie bestätigte den Angriff auf ihren Mann.
Im Anschluss an den Einsatz wurde der Frau ein Rückkehrverbot für die Wohnung für die Dauer von 14 Tagen ausgesprochen. Zudem wurde gegen sie eine Strafanzeige wegen häuslicher Gewalt erstattet. Der Wohnungsschlüssel verblieb bei den Polizeikräften.
Hinweise auf psychische Erkrankung – medizinische Betreuung eingeleitet
Im Verlauf der Ermittlungen ergaben sich Hinweise auf eine mögliche psychische Erkrankung bei der Frau. Aus diesem Grund wurde das Ordnungsamt der Stadt Hagen eingeschaltet, das die Einweisung der Frau in eine medizinische Einrichtung veranlasste. Weitere Details hierzu wurden von den Behörden nicht bekanntgegeben.
Polizeiliche Maßnahmen und Ausblick
Die Polizei Hagen führt die Ermittlungen zum Vorfall fort. Die Behörden betonen, dass häusliche Gewalt eine ernstzunehmende Straftat darstellt und entsprechende Maßnahmen zum Schutz der Betroffenen ergriffen werden. Die Einbindung des Ordnungsamts und die medizinische Versorgung der Beschuldigten zeigen die multidisziplinäre Vorgehensweise bei solchen Einsätzen.
Die Polizei bittet Personen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind oder Zeugen entsprechender Vorfälle werden, sich umgehend an die Notrufnummer 110 zu wenden, um schnelle Hilfe zu gewährleisten.

