In der Region Waldshut-Tiengen wurden am Dienstag, dem 24. März 2026, mehrere Betrugsversuche durch falsche Polizeibeamte registriert. Die Polizei meldete allein beim Revier Waldshut-Tiengen 18 Anrufe, bei denen Betrüger versuchten, Bürgerinnen und Bürger zu täuschen und zu finanziellen Schädigungen zu verleiten.
Festnahme bei versuchter Abholung von Goldbarren
Am Mittwochmorgen, dem 25. März 2026, meldete eine 89-jährige Frau aus einem Ortsteil von Waldshut, dass sich ein vermeintlicher Polizeibeamter angekündigt habe, um ihre Goldbarren abzuholen. Diesem Hinweis folgend konnte die Kriminalpolizei den falschen Polizeibeamten bei der Abholung festnehmen. Bei der anschließenden Durchsuchung des Fahrzeugs fanden die Ermittler Diebesgut aus einem anderen vollendeten Betrugsfall.
Durch das schnelle Eingreifen der Polizei wurde ein Schaden in Höhe von mehreren tausend Euro verhindert. Der festgenommene Tatverdächtige wurde am Donnerstag, dem 26. März 2026, der Haftrichterin vorgeführt und befindet sich derzeit in Untersuchungshaft.
Zahlreiche Betrugsversuche durch falsche Polizeibeamte
Die Polizei warnt vor den sogenannten „falschen Polizeibeamten“, die sich am Telefon als Angehörige der Polizei ausgeben, um an persönliche und finanzielle Informationen zu gelangen oder Wertgegenstände zu erbeuten. Die Masche ist insbesondere bei älteren Menschen bekannt und führt häufig zu erheblichen Vermögensschäden.
Die Vielzahl der gemeldeten Anrufe im Bereich Waldshut-Tiengen verdeutlicht, dass diese Betrugsform weiterhin ein ernstzunehmendes Problem darstellt. Die Polizei rät daher zu besonderer Vorsicht und gibt Hinweise zum Schutz vor solchen Betrugsversuchen.
Empfohlene Schutzmaßnahmen gegen Telefonbetrug
Um sich und andere vor Telefonbetrügern zu schützen, sollten folgende Verhaltensregeln beachtet werden:
- Am Telefon keine Auskünfte über persönliche oder finanzielle Verhältnisse geben.
- Bei verdächtigen Anrufen misstrauisch sein und keine Wertgegenstände herausgeben.
- Im Zweifel die Polizei unter der Notrufnummer 110 anrufen, idealerweise parallel zum laufenden Gespräch mit dem möglichen Betrüger.
- Mit vertrauten Personen über verdächtige Anrufe sprechen, um gemeinsam die Situation einzuschätzen.
- Nicht unter Druck setzen lassen und im Zweifelsfall das Gespräch sofort beenden.
- Ältere Familienmitglieder über diese Betrugsmasche informieren und sensibilisieren.
Weitere Informationen und Tipps zum Schutz vor Telefonbetrug sind auf der Webseite www.polizei-beratung.de verfügbar.
Polizei bleibt wachsam
Die Polizei in Waldshut-Tiengen und im gesamten Polizeipräsidium Freiburg setzt ihre Ermittlungen fort, um weitere Täter zu identifizieren und die Bevölkerung bestmöglich zu schützen. Die Öffentlichkeit wird gebeten, verdächtige Anrufe umgehend zu melden und sich an die empfohlenen Sicherheitsvorkehrungen zu halten.

