Am 27. März 2026 wurde eine 79-jährige Frau aus Ennepetal Opfer eines sogenannten Schockanrufs. Gegen 14:30 Uhr erhielt sie einen Anruf von einer Person, die sich als Arzt ausgab und vorgab, ihre Tochter müsse dringend behandelt werden. Im Verlauf des Gesprächs forderte der Anrufer die Seniorin auf, Schmuck und Bargeld bereitzustellen.
Vorgehen der Betrüger
Die 79-Jährige glaubte den Schilderungen des vermeintlichen Arztes und legte Schmuck mit einem bislang unbekannten Wert sowie Bargeld in einem mittleren vierstelligen Bereich bereit. Nur etwa eine Stunde später erschien ein Mann an der Wohnanschrift der Seniorin, um die Wertgegenstände und das Geld abzuholen.
Der Abholer wurde von der Geschädigten mit einem mitteleuropäischen Erscheinungsbild beschrieben. Er hatte braune Haare und trug dunkle Kleidung. Nach der Übergabe der Gegenstände verließ der Mann die Örtlichkeit.
Erkenntnis und Anzeige
Erst am Folgetag erkannte die Frau, dass sie Opfer eines Betrugs geworden war. Daraufhin erstattete sie Anzeige bei der Polizei. Die Ermittlungen dauern an, nähere Details zu dem Täter oder dem Verbleib der Wertgegenstände liegen derzeit nicht vor.
Polizeiliche Warnung vor Schockanrufen
Die Polizei Ennepe-Ruhr-Kreis weist ausdrücklich darauf hin, dass weder Ärzte, Anwälte noch Polizeibeamte am Telefon Geld oder Wertgegenstände für ihre Arbeit verlangen. Solche Forderungen sind immer ein Hinweis auf Betrug.
Personen, die derartige Anrufe erhalten, werden aufgefordert, das Gespräch sofort zu beenden und die Polizei unter der Notrufnummer 110 zu informieren. Zudem sollten sie Angehörige kontaktieren, um die Echtheit der Forderung zu überprüfen.
Prävention und Schutzmaßnahmen
Schockanrufe sind eine verbreitete Betrugsmasche, die insbesondere ältere Menschen trifft. Die Polizei empfiehlt, bei unerwarteten Anrufen skeptisch zu bleiben und keine Wertgegenstände oder Geld an unbekannte Personen zu übergeben.
Weitere Informationen und Präventionstipps sind bei der örtlichen Polizei erhältlich. Im Verdachtsfall sollte umgehend Anzeige erstattet werden, um weitere Taten zu verhindern und die Täter zu ermitteln.
Die Polizei bittet die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit und Wachsamkeit, um solche Betrugsversuche frühzeitig zu erkennen und zu melden.

