Am Samstagabend, den 21. März 2026, wurde am Bahnhof Rosenheim ein 46-jähriger Mann von der Bundespolizei festgenommen. Er steht im Verdacht, während einer Zugfahrt von München in Richtung Salzburg eine junge Frau sexuell belästigt zu haben. Die Tatverdächtigung führte zu seiner Inhaftierung am Folgetag auf richterliche Anordnung.
Vorfall im Nachtzug sorgt für Polizeieinsatz
Die Bundespolizei wurde am Samstagabend von der Deutschen Bahn informiert, dass sich eine Person im Nachtzug ohne gültige Fahrkarte aufhalte und andere Reisende belästige. Beim Halt in Rosenheim trafen die Beamten auf den Mann, der sich mit einer spanischen Identitätskarte ausweisen konnte, jedoch keinen Fahrschein vorwies.
Zeugen berichteten, der 46-Jährige sei durch sein aufdringliches Verhalten im Abteil aufgefallen. Eine 22-jährige Frau gab an, dass der Mann ihr mehrfach und unvermittelt an die Innenseite ihres Oberschenkels gefasst habe. Aufgrund dieser Angaben nahmen die Bundespolizisten den Mann vorläufig fest.
Festnahme und weitere Ermittlungen
Der Beschuldigte wurde wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung sowie der Leistungserschleichung (Fahren ohne Fahrkarte) von der Bundespolizei in Gewahrsam genommen und zur Dienststelle gebracht. Dort zeigte er sich laut Polizei zunehmend unkooperativ und aggressiv.
Im Rahmen der Personalienfeststellung stellte sich heraus, dass der wohnsitzlose Mann in Deutschland bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten war. Unter anderem wird er wegen früherer Taten wie sexueller Belästigung, exhibitionistischer Handlungen, Betrugs und Diebstahls geführt.
Untersuchungshaft angeordnet
Die Staatsanwaltschaft stellte einen Antrag auf Untersuchungshaft, dem das Amtsgericht Rosenheim stattgab. Der Beschuldigte wurde daraufhin in die Justizvollzugsanstalt Traunstein eingeliefert. Die Entscheidung zur Untersuchungshaft erfolgte, um weitere Ermittlungen zu sichern und mögliche Wiederholungen zu verhindern.
Bundespolizei sorgt für Sicherheit im Grenzgebiet
Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim ist für die Sicherheit in einem etwa 200 Kilometer langen Abschnitt entlang der deutsch-österreichischen Grenze verantwortlich. Dazu gehört auch die Überwachung von rund 370 Bahnkilometern und etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten. Insbesondere wird gegen grenzüberschreitende Kriminalität, illegale Migration und andere Straftaten vorgegangen.
Der Einsatz im Nachtzug von München nach Salzburg zeigt die kontinuierliche Präsenz der Bundespolizei in der Region und deren Engagement für den Schutz von Bahnreisenden.
Weitere Informationen
Die Ermittlungen zu dem Fall dauern an. Die Bundespolizei bittet Zeugen, die weitere Hinweise geben können, sich zu melden. Bislang liegen keine weiteren Details zum Tathergang oder zu weiteren Beteiligten vor.
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