In der Nacht zum Montag kontrollierten Bundespolizisten an der Stadtbrücke in Görlitz zwei Männer, die in Richtung Polen ausreisen wollten. Die beiden 33-jährigen deutschen Staatsangehörigen gerieten im Rahmen der routinemäßigen Grenzkontrolle ins Visier der Beamten.
Bekannte Personen mit Fahndungsnotierungen
Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass gegen beide Männer Ausschreibungen zur Ermittlung ihres Aufenthaltsortes vorlagen. Einer der Männer wurde vom Amtsgericht Görlitz wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz gesucht, der andere wegen besonders schweren Diebstahls. Diese Erkenntnisse führten zu einer intensiveren Kontrolle beider Personen.
Aufdeckung von Cannabispaketen bei der Kontrolle
Im Zuge der eingehenden Durchsuchung ertasteten die Beamten bei beiden Männern im Bauchbereich mehrere Plastikbeutel. Einer der Männer gab spontan an, es handele sich um Marihuana, das seiner Meinung nach inzwischen legal sei. Die Substanzen wurden sichergestellt und gewogen. Insgesamt wurden 428 Gramm einer pflanzlichen Substanz festgestellt, bei der es sich mutmaßlich um Marihuana handelt.
Verdacht auf Handel mit Betäubungsmitteln
Die Menge der sichergestellten Substanz ließ die Ermittler darauf schließen, dass es sich nicht um Eigenverbrauch handelt, sondern um Handel. Aufgrund dessen wurden beide Männer vorläufig festgenommen. Die weiteren Ermittlungen wurden von der Landespolizei Görlitz übernommen.
Ermittlungsverfahren eingeleitet
Die Landespolizei leitete ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Konsumcannabisgesetz ein. Die Ermittlungen dauern derzeit noch an, um die Hintergründe und mögliche weitere Beteiligte zu klären.
Grenzkontrolle als wichtiger Baustein der Fahndung
Die Kontrolle an der Stadtbrücke zeigt die Bedeutung der Grenzkontrollen für die Bekämpfung der Drogenkriminalität. Durch die gezielte Überprüfung konnten die Behörden einen Fahndungserfolg erzielen und potenziell größere Mengen Betäubungsmittel vom Handel abhalten.
Die Bundespolizei weist darauf hin, dass trotz der öffentlichen Diskussion um die Legalisierung von Cannabis weiterhin gesetzliche Regelungen gelten, die den Besitz und Handel mit Betäubungsmitteln regeln und bei Verstößen strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Die Bevölkerung wird gebeten, verdächtige Beobachtungen weiterhin den Sicherheitsbehörden zu melden, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.

