Die Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf hat am vergangenen Wochenende im Rahmen von Grenzkontrollen in Krauschwitz und Umgebung mehrere Verstöße gegen das Fahrerlaubnisrecht festgestellt. Insgesamt wurden fünf Fahrzeugführer angehalten, die ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs waren. Die Kontrollen fanden im Zeitraum von Freitag bis Sonntag statt.
Verstöße gegen Fahrerlaubnisrecht bei mehreren Fahrzeugführern
Am Freitag kontrollierten Einsatzkräfte einen deutschen Fahrzeugführer, der lediglich im Besitz einer Fahrerlaubnis der Klasse B war. Das von ihm geführte Fahrzeuggespann bestand aus einem Pkw und einem Anhänger, dessen zulässiges Gesamtgewicht die Klasse B überstieg und somit die Fahrerlaubnisklasse BE erforderlich machte. Aufgrund dieser Differenz wurde der Verdacht des Fahrens ohne erforderliche Fahrerlaubnis geäußert.
Ebenfalls am Freitag wurde ein polnischer Staatsangehöriger kontrolliert, der einen polnischen Führerschein vorlegte. Die Gültigkeit dieses Dokuments war jedoch bereits seit Oktober 2022 abgelaufen. Am Samstag folgten weitere Kontrollen, bei denen ein weiterer polnischer Fahrzeugführer angetroffen wurde, dessen Fahrerlaubnis für das Führen von Fahrzeugen mit Anhänger seit 2023 abgelaufen war.
Verdacht auf Urkundenfälschung und Drogenkonsum
Ein weiterer Fall am Samstag betraf einen polnischen Staatsangehörigen, der den Beamten lediglich ein Foto eines vermeintlichen kroatischen Führerscheins vorlegte. Bei der genaueren Prüfung entstand der Verdacht, dass es sich dabei um eine Fälschung handeln könnte. Die Ermittlungen dazu wurden eingeleitet.
Am Sonntag erfolgte die umfangreichste Feststellung. Ein 34-jähriger polnischer Mann legte einen polnischen Führerschein vor, bei dem sich im Rahmen der polizeilichen Prüfung herausstellte, dass ihm die Fahrerlaubnis bereits entzogen worden war. Zusätzlich reagierte ein Drogenschnelltest positiv und bei der Person wurde eine geringe Menge Betäubungsmittel sichergestellt. Die genaue Menge ist bislang nicht abschließend bekannt, es handelt sich jedoch nach bisherigen Erkenntnissen um eine geringfügige Menge.
Übernahme durch Landespolizei und weitere Ermittlungen
Alle betroffenen Fahrzeugführer wurden an die örtlich zuständigen Polizeireviere übergeben. Dort wurden Strafanzeigen erstattet und die Weiterfahrt in allen Fällen untersagt. Im Fall des vermeintlich gefälschten kroatischen Führerscheins wird zusätzlich wegen des Verdachts der Urkundenfälschung ermittelt.
Im Zusammenhang mit dem am Sonntag kontrollierten Fahrer werden Ermittlungen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Fahrens unter dem Einfluss berauschender Mittel sowie Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz beziehungsweise das Konsumcannabisgesetz geführt.
Polizeiliche Maßnahmen und Ausblick
Die Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf betont die Bedeutung der Kontrollen im Grenzgebiet zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit und die konsequente Ahndung von Verstößen gegen das Fahrerlaubnisrecht. Die Zusammenarbeit mit den Landespolizeibehörden wird fortgesetzt, um weitere Verstöße frühzeitig zu erkennen und zu verfolgen.
Die Ermittlungen zu den einzelnen Fällen dauern an. Weitere Details werden von den zuständigen Behörden geprüft.

