Die Polizei Rheinland-Pfalz hat mit ihrem vierten Webinar zum Thema Telefonbetrug erneut eine große bundesweite Aufmerksamkeit erzielt. Die Veranstaltung, die speziell Bankmitarbeitende für den Umgang mit betrugsgefährdeten älteren Kundinnen und Kunden schult, war mit 1.010 verfügbaren Plätzen bereits im Vorfeld vollständig ausgebucht. Am Vormittag des 26. März 2026 nahmen knapp 800 Teilnehmende live an dem Online-Seminar teil.
Bundesweite Teilnahme unterstreicht Relevanz des Themas
Die Teilnehmenden kamen aus zahlreichen Städten und Regionen Deutschlands, darunter Hamburg, Berlin, Bremen, Köln, Stuttgart, München und viele weitere. Diese breite geografische Streuung zeigt, wie stark das Thema Telefonbetrug mittlerweile in der Bankenbranche wahrgenommen wird. Die Polizei Rheinland-Pfalz setzt mit der Webinar-Reihe ein deutliches Zeichen für den Schutz älterer Menschen vor betrügerischen Anrufen.
Häufigkeit von Betrugsfällen im Berufsalltag
Eine Live-Umfrage während des Webinars verdeutlichte die Allgegenwärtigkeit von Telefonbetrug im beruflichen Umfeld der Teilnehmenden. 62 Prozent gaben an, mehrfach Kontakt mit Personen gehabt zu haben, die Opfer von Telefonbetrug wurden oder kurz davorstanden. 14 Prozent berichteten von einem einmaligen Kontakt mit Betroffenen, während 13 Prozent angaben, dass es bereits Verdachtsfälle innerhalb ihres Teams gab. Diese Zahlen unterstreichen die Bedeutung eines strukturierten und sicheren Umgangs mit verdächtigen Situationen im Kundenkontakt.
Inhalte und Schwerpunkte des Webinars
Im Fokus standen aktuelle Betrugsmaschen wie der sogenannte Enkeltrick, falsche Polizeibeamte und Schockanrufe. Jana Mohr von der Polizeilichen Opferberatung ergänzte die Inhalte durch praxisnahe Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Verdachtsfällen sowie Tipps für eine sachlich-empathische Gesprächsführung mit älteren Menschen, die häufig besonders verunsichert sind.
Bankmitarbeitende als wichtige Schutzbarriere
Die Experten betonten, dass Mitarbeitende von Banken und Sparkassen oft die letzte Schutzlinie darstellen, bevor Betrüger an hohe Geldbeträge gelangen. Die Webinar-Reihe unterstützt sie dabei, betrügerische Anrufe frühzeitig zu erkennen und angemessen zu reagieren, um Vermögensschäden zu verhindern.
Erfolgreiche Webinar-Reihe mit steigender Teilnehmerzahl
Die bisherigen drei Veranstaltungen hatten bereits mehr als 1.100 Bankmitarbeitende erreicht. Mit dem vierten Webinar liegt die Gesamtzahl der live Teilnehmenden nun deutlich über 1.900. Michael Lerch, Leiter der Zentralen Prävention im Polizeipräsidium Ludwigshafen, sieht darin einen Beleg für die hohe Sensibilität und das Engagement in der Bankenbranche im Umgang mit dem Thema Telefonbetrug.
Zukünftige Zusammenarbeit zur Betrugsprävention
Die Polizei Rheinland-Pfalz plant, die erfolgreiche Webinar-Reihe fortzusetzen und die Kooperation mit der Bankenwirtschaft weiter auszubauen. Ziel ist es, Telefonbetrug frühzeitig zu erkennen, Vermögensschäden zu minimieren und insbesondere ältere Menschen vor den perfiden Maschen der Täter zu schützen. Die Initiative ist Teil einer gemeinsamen Anstrengung von Polizei, Landeskriminalamt und Banken, die Prävention gegen Telefonbetrug bundesweit zu stärken.

