Am Freitag wurde eine Frau aus Selters Opfer eines Betrugs, bei dem die Täter über WhatsApp vorgaben, ein Familienmitglied zu sein, um so an Geld zu gelangen. Die Polizei Limburg-Weilburg warnt vor dieser Form des sogenannten „Enkeltricks“ in digitaler Form und gibt Hinweise, wie man sich schützen kann.
Vorgehen der Täter
Die Betrüger nahmen zunächst über WhatsApp Kontakt mit der Geschädigten auf, ohne sich namentlich vorzustellen. Im weiteren Verlauf gaben sie vor, ein Sohn, eine Tochter oder ein anderes nahestehendes Familienmitglied zu sein und schilderten eine angebliche Notsituation, in der dringend Geld benötigt werde. Durch diese Täuschung gelang es den Betrügern, die Frau zu einer Überweisung zu bewegen.
Folgen für das Opfer
Erst im Nachhinein erkannte die Geschädigte, dass sie Opfer eines Betrugs geworden war. Die Täter hatten sich als vertraute Person ausgegeben und so das Vertrauen für die Geldübergabe erschlichen. Die Höhe des erlangten Betrags wurde nicht veröffentlicht.
Polizeiliche Warnungen und Prävention
Die Polizei rät, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörige über diese Betrugsmasche aufzuklären. Grundsätzlich sollte man niemals aufgrund einer telefonischen oder schriftlichen Nachricht ohne persönliche Rücksprache Geld überweisen oder übergeben. Bei tatsächlichen Geldforderungen von Familienmitgliedern empfiehlt die Polizei, auf ein persönliches Erscheinen zu bestehen und keine Geldbeträge an unbekannte Personen auszuhändigen.
Wie man sich schützen kann
Die Polizei empfiehlt, im Zweifel immer direkt mit dem vermeintlichen Absender des WhatsApp-Nachrichtens zu telefonieren oder persönlich Kontakt aufzunehmen, um die Echtheit der Forderung zu überprüfen. Auch sollten ältere Menschen regelmäßig über die Vorgehensweise solcher Betrüger informiert werden, um das Risiko eines Betrugs zu minimieren.
Weitere Hinweise
Die Polizei weist darauf hin, dass solche Betrugsversuche nicht nur über WhatsApp, sondern auch über Telefonanrufe oder E-Mails erfolgen können. Eine kritische Prüfung von Geldforderungen und eine vorsichtige Handhabung persönlicher Daten sind daher unerlässlich.
Betroffene, die ähnliche Vorfälle beobachten oder selbst Opfer geworden sind, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden, um weitere Ermittlungen zu ermöglichen und andere potenzielle Opfer zu schützen.

