Am Donnerstagvormittag, den 19. März 2026, kam es in der Ludwigshafener Dietlindenstraße zu einem versuchten Betrugsfall, bei dem mehrere unbekannte Männer eine Seniorin vor ihrem Wohnhaus ansprachen. Die Männer boten an, Dämmmaterial auf das Carport der Seniorin zu legen, was sie ohne deren ausdrückliche Zustimmung auch taten. Die Polizei Rheinpfalz warnt vor dieser Betrugsmasche und gibt Hinweise, wie man sich schützen kann.
Ungebetene Handwerker führen Arbeiten ohne Auftrag durch
Die Täter näherten sich der Seniorin gegen 10:30 Uhr und überzeugten sie offenbar davon, dass es notwendig sei, neues Dämmmaterial auf ihr Carport aufzubringen. Obwohl die Seniorin keine Bestellung aufgegeben hatte, führten die Männer die Arbeiten durch. Der Ehemann der Frau wurde auf das Geschehen aufmerksam und trat in Kontakt mit den unbekannten Handwerkern.
Hohe Geldforderung ohne Rechnung
Nach Abschluss der Arbeiten verlangten die Männer mehrere Tausend Euro in bar als Bezahlung. Eine Rechnung oder einen schriftlichen Nachweis über die erbrachte Dienstleistung wollten sie jedoch nicht aushändigen. Dies ist ein typisches Merkmal von Betrugsversuchen, bei denen Kunden unter Druck gesetzt werden, hohe Summen ohne rechtliche Absicherung zu bezahlen.
Bankmitarbeiterin erkennt Betrugsmasche
Als der Ehemann das geforderte Bargeld bei seiner Bank abheben wollte, wurde er von einem der vier Männer begleitet. Eine aufmerksame Bankmitarbeiterin bemerkte die ungewöhnliche Situation und wies den Mann auf die mögliche Betrugsmasche hin. Daraufhin versuchte der Geschädigte, den Täter zur Rede zu stellen, doch dieser war bereits geflüchtet.
Polizei gibt Verhaltenstipps zum Schutz vor Haustürbetrug
Das Polizeipräsidium Rheinpfalz rät, sich gegen zudringliche Besucher energisch zur Wehr zu setzen, sie laut anzusprechen oder um Hilfe zu rufen. Handwerker sollten nur dann in die Wohnung gelassen werden, wenn sie selbst bestellt wurden oder von der Hausverwaltung angekündigt sind. Außerdem wird davon abgeraten, Geld in bar zu bezahlen oder Dokumente zu unterschreiben, deren Inhalt nicht vollständig verstanden wird. Verträge sollten stets eine klare Angabe von Name und Anschrift des Vertragspartners enthalten.
Warnung vor unseriösen Dienstleistungsangeboten
Die Polizei betont, dass insbesondere ältere Menschen häufig Ziel solcher Betrugsversuche sind. Unerwünschte Handwerkerleistungen, die ohne Auftrag erbracht werden, sollten nicht akzeptiert werden. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, die Polizei zu informieren und keine Zahlungen zu leisten.
Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten
Betroffene oder Zeugen, die Hinweise zu den unbekannten Tätern geben können, werden gebeten, sich beim Polizeipräsidium Rheinpfalz zu melden. Die Polizei bietet zudem auf ihrer Webseite umfangreiche Informationen und Präventionstipps gegen Haustürbetrug an.

