Am Sonntagnachmittag des 22. März 2026 kam es in Monheim am Rhein zu einem versuchten Betrugsfall beim Verkauf eines Fahrzeugs. Eine 21-jährige Frau mit spanischer Staatsangehörigkeit bot einen BMW X6 zum Verkauf an, wobei sie gefälschte Fahrzeugpapiere und einen gestohlenen Personalausweis verwendete. Aufmerksame Kaufinteressenten bemerkten die Unstimmigkeiten und alarmierten die Polizei.
Unstimmigkeiten bei Fahrzeugpapieren und Kennzeichen
Die potenziellen Käufer hatten das Fahrzeug, das im Internet zu einem mittleren fünfstelligen Betrag angeboten wurde, begutachtet. Bei der Prüfung der Fahrzeugdokumente stellten sie rasch fest, dass diese nicht stimmig waren. Während einer der Männer mit der vermeintlichen Verkäuferin eine Probefahrt unternahm, informierte der andere unverzüglich die Polizei. Die Einsatzkräfte konnten den BMW auf der Berghausener Straße anhalten und einer Kontrolle unterziehen.
Ermittlungen ergeben mehrere Straftatbestände
Die polizeilichen Überprüfungen bestätigten den Verdacht: Die vorgelegten Fahrzeugpapiere waren komplett gefälscht, und die am Fahrzeug angebrachten Kennzeichen gehörten zu einem anderen Wagen. Zudem wies sich die Frau mit einem Personalausweis aus, der als gestohlen gemeldet war. Erst auf der Polizeiwache gab sie ihre wahre Identität an und erklärte, den BMW im Auftrag einer unbekannten Person zu verkaufen.
Festnahme und weitere Maßnahmen
Die 21-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Gegen sie wurden Ermittlungsverfahren wegen Urkundenfälschung, versuchten Betrugs und Kennzeichenmissbrauch eingeleitet. Anschließend wurde sie dem Haftrichter vorgeführt. Weitere Details zu den Hintergründen oder möglichen Komplizen wurden bislang nicht bekannt.
Reaktionen aus der Region
Der Fall zeigt, wie wichtig sorgfältige Kontrollen beim Kauf von Fahrzeugen sind. Die Polizei weist darauf hin, bei Verdacht auf Unregelmäßigkeiten sofort die Behörden zu informieren und keine Schnellkäufe ohne gründliche Prüfung der Dokumente vorzunehmen. Die Zusammenarbeit zwischen aufmerksamen Bürgern und der Polizei war in diesem Fall entscheidend für die Aufklärung des versuchten Betrugs.
Polizei appelliert zur Vorsicht beim Fahrzeugkauf
Die Kreispolizeibehörde Mettmann empfiehlt, Fahrzeugdokumente vor dem Kauf genau zu überprüfen und bei Unsicherheiten professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Insbesondere bei Angeboten, die deutlich unter dem Marktpreis liegen, sollte erhöhte Vorsicht gelten. Die Polizei betont, dass derartige Betrugsversuche strafrechtlich verfolgt werden und warnt vor den Folgen für Käufer und Verkäufer.
Weitere Informationen und Hinweise zum sicheren Fahrzeugkauf sind auf der Website der Polizei Mettmann verfügbar.

