Am Samstagabend gegen 17:30 Uhr kam es in Dreieich-Sprendlingen zu einer Verfolgungsfahrt, die mit einem Verkehrsunfall endete. Eine Streifenwagenbesatzung hatte einen blauen Mini Cooper Cabrio auf der Eisenbahnstraße bemerkt und wollte den Fahrer einer Kontrolle unterziehen. Der 78-jährige Fahrer beschleunigte daraufhin stark und entzog sich der Kontrolle durch eine Flucht, die sich über mehrere Straßen erstreckte.
Flucht über Gehwege und Grünstreifen
Nach Angaben der Polizei beschleunigte der Fahrer des Mini Cooper unmittelbar nach Sichtkontakt mit den Beamten stark und setzte seine Fahrt unter anderem über Gehwege und Grünstreifen fort. Die Streife nahm die Verfolgung auf, konnte das Fahrzeug aufgrund der hohen Geschwindigkeit jedoch zunächst nicht einholen.
Verlauf der Verfolgungsfahrt
Der Fahrer steuerte den Mini Cooper zunächst in die Oisterwijker Straße, kehrte dann jedoch wieder auf die Eisenbahnstraße zurück. Dort kam es auf Höhe der siebziger Hausnummern zu einer Kollision mit einem entgegenkommenden BMW, der auf der Straße stand. Durch den Aufprall wurde auch ein unmittelbar eintreffender Streifenwagen leicht beschädigt.
Schadenshöhe und Personensituation
Der Gesamtschaden an den beteiligten Fahrzeugen wird von der Polizei auf etwa 23.000 Euro geschätzt. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden bei dem Unfall keine Personen verletzt. Die Polizei hat den Vorfall aufgenommen und ermittelt die genauen Umstände.
Ermittlungen und mögliche Gründe für die Flucht
Die Beamten gehen davon aus, dass der Fahrer möglicherweise keine gültige Fahrerlaubnis besitzt. Aus diesem Grund wurde das Fahrzeug beschlagnahmt. Neben einer Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis erwartet den Mann auch ein Verfahren wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens.
Appell an Zeugen
Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zur Fahrweise des Mini Cooper Fahrers machen können oder möglicherweise durch die Flucht gefährdet wurden, sich bei der Polizeistation Neu-Isenburg unter der Telefonnummer 06102 290 20 zu melden. Die Ermittlungen dauern an.
Polizeiliche Maßnahmen vor Ort
Die Polizei war mit mehreren Streifenwagen im Einsatz, um die Situation zu bewältigen und die Unfallstelle abzusichern. Die Ermittlungen werden vom Polizeipräsidium Südosthessen geführt.

