Im Bodenseekreis beschäftigen derzeit mehrere Vorfälle die Polizei. Am Montagnachmittag wurde in Friedrichshafen eine Unfallflucht gemeldet, bei der ein geparkter Mercedes erheblich beschädigt wurde. Zudem ermitteln die Polizeireviere Friedrichshafen und Überlingen nach mehreren Betrugsdelikten und -versuchen, bei denen insbesondere ältere Menschen und Online-Verkäufer Opfer wurden.
Unfallflucht in Friedrichshafen – Sachschaden am Mercedes
Am Montagnachmittag ereignete sich in der Meistershofener Straße in Friedrichshafen eine Unfallflucht. Ein bislang unbekannter Verkehrsteilnehmer beschädigte beim Ausparken auf einem Parkplatz den rechten hinteren Radkasten eines geparkten Mercedes. Anschließend entfernte sich der Verursacher von der Unfallstelle, ohne sich um die Schadensregulierung zu kümmern.
Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf mehrere hundert Euro. Das Polizeirevier Friedrichshafen hat die Ermittlungen wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort aufgenommen. Zeugen, die Hinweise zum Unfall oder zum Verursacher geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07541/701-0 zu melden.
Mehrere Betrugsfälle im Bodenseekreis – Polizei warnt vor betrügerischen Methoden
Parallel zu den Ermittlungen wegen der Unfallflucht gehen die Polizeireviere Friedrichshafen und Überlingen Hinweisen zu verschiedenen Betrugsmaschen nach. In den vergangenen Tagen wurden mehrere Taten und Betrugsversuche bekannt, bei denen insbesondere Senioren und Online-Verkäufer geschädigt wurden.
Am Montagabend überwies ein Senior mehrere hundert Euro an Betrüger, die ihm telefonisch vorgaukelten, er habe bei einem Gewinnspiel gewonnen. In zwei weiteren Fällen wurden 45- und 68-jährige Personen beim Verkauf von Waren über Online-Plattformen Opfer von Betrügern. Diese forderten die Verkäufer auf, einem angeblich sicheren Bezahlmodus zu folgen. Dabei gaben die Betroffenen unwissentlich mehrere Abbuchungen von jeweils über 1.000 Euro in ihrem Online-Banking frei.
Darüber hinaus wurde eine Angestellte eines Unternehmens misstrauisch, als sie per E-Mail von ihrem vermeintlichen Vorgesetzten zu einer Sofortüberweisung an ein ausländisches Konto aufgefordert wurde. Die E-Mail stellte sich als Fälschung heraus, die Anweisung wurde vom Vorgesetzten nicht erteilt.
Polizei rät zu besonderer Vorsicht bei Finanztransaktionen
Die Polizei warnt eindringlich vor derartigen Betrugsmaschen und rät, bei Finanzgeschäften ausschließlich die bekannten und sicheren Transaktionswege zu nutzen. Nutzer sollten sich nicht durch vermeintlich sichere Bezahlmodi oder ungewöhnliche Zahlungsaufforderungen zu abweichenden Eingaben verleiten lassen.
Im Zweifelsfall sollten Vorgänge sofort abgebrochen und die Bank oder eine andere Fachstelle kontaktiert werden, um die korrekte Vorgehensweise zu klären. Besonders bei Gewinnspielen, bei denen zunächst eigene Zahlungen gefordert werden, und bei Überweisungen ins Ausland ist erhöhte Vorsicht geboten.
Informationen zu bekannten Betrugsmaschen sind auf der Website www.polizei-beratung.de verfügbar.
Polizei bittet um Mithilfe
Die Polizei im Bodenseekreis bittet alle Bürgerinnen und Bürger, aufmerksam zu sein und verdächtige Vorfälle oder Hinweise auf Unfallfluchten und Betrugsversuche umgehend zu melden. Nur durch Hinweise aus der Bevölkerung können die Ermittlungen erfolgreich vorangetrieben und weitere Straftaten verhindert werden.

