In Hattingen kam es am 25. März zu einem sogenannten Schockanruf, bei dem eine 74-jährige Frau Opfer einer Betrugsmasche wurde. Gegen 13:00 Uhr erhielt sie einen Anruf von einer männlichen Stimme, die ihr mitteilte, ihre Tochter habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Dabei sei ein kleines Mädchen angefahren worden, und die Tochter sei festgenommen worden.
Forderung nach Kaution
Der Anrufer erklärte, dass für die Freilassung der Tochter aus dem Gefängnis eine Kaution in einem niedrigen fünfstelligen Betrag notwendig sei. Die 74-Jährige geriet durch diese Nachricht in einen Zustand des Schocks und glaubte dem Anrufer. Am selben Tag gegen 17:00 Uhr übergab sie den geforderten Geldbetrag an einen unbekannten Täter, der das Geld an ihrer Wohnanschrift abholte.
Täterbeschreibung und Ermittlungen
Die Polizei erhielt eine Beschreibung des Geldabholers: Er soll eine schlanke Figur haben, etwa 25 Jahre alt sein, circa 1,70 Meter groß und helle blonde Haare besitzen. Die Ermittlungen wurden von der Kriminalpolizei aufgenommen, um den Täter zu identifizieren und weitere Taten zu verhindern.
Warnung vor Schockanrufen
Schockanrufe sind eine verbreitete Betrugsform, bei der die Opfer durch falsche Informationen emotional unter Druck gesetzt werden, um Geld zu erpressen. Die Polizei rät dringend, bei solchen Anrufen Ruhe zu bewahren, keine Zahlungen zu leisten und sich bei Unsicherheiten direkt an die Polizei oder Angehörige zu wenden.
Keine Hinweise auf tatsächlichen Unfall
Im vorliegenden Fall stellte sich später heraus, dass die geschilderte Verkehrsunfall-Situation nicht der Wahrheit entsprach. Die Tochter der 74-Jährigen war nicht in einen Unfall verwickelt, und die Forderung nach einer Kaution war Teil der Betrugsmasche.
Polizei bittet um Hinweise
Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zu dem beschriebenen Täter oder dem Vorfall geben können, sich bei der Kreispolizeibehörde Ennepe-Ruhr-Kreis zu melden. Auch Personen, die ähnliche Anrufe erhalten haben, werden gebeten, dies der Polizei mitzuteilen, um die Ermittlungen zu unterstützen.
Prävention und Aufklärung
Die Polizei und lokale Behörden setzen verstärkt auf Aufklärungskampagnen, um ältere Menschen vor Betrugsmaschen wie Schockanrufen zu schützen. Angehörige sollten ihre älteren Familienmitglieder über diese Gefahren informieren und im Ernstfall gemeinsam besonnen reagieren.

