Der 22. März 2026 markiert bundesweit den Tag der Kriminalitätsopfer. Dieser Tag rückt nicht das Tatgeschehen selbst, sondern die Menschen in den Mittelpunkt, die Opfer von Straftaten geworden sind. Das Polizeipräsidium Mittelhessen nimmt diesen Anlass zum Anlass, um auf die oft langanhaltenden physischen und psychischen Folgen von Straftaten aufmerksam zu machen und Betroffene über Hilfsangebote zu informieren.
Emotionale und organisatorische Herausforderungen für Betroffene
Viele Menschen, die Opfer von Straftaten werden, tragen nicht nur sichtbare Verletzungen davon. Häufig sind es auch seelische Belastungen, die den Alltag erschweren. Neben den emotionalen Folgen stehen Betroffene oft vor zusätzlichen Herausforderungen, wie der Bewältigung organisatorischer Abläufe, finanzieller Belastungen oder rechtlicher Fragestellungen. Diese Aspekte werden beim Tag der Kriminalitätsopfer besonders hervorgehoben.
Fokus auf digitale Gewalt
In diesem Jahr legt das Polizeipräsidium Mittelhessen einen besonderen Schwerpunkt auf das Thema „Digitale Gewalt“. Diese Form der Gewalt umfasst unter anderem Cybermobbing, Online-Belästigung und andere Straftaten, die im digitalen Raum stattfinden. Die zunehmende Bedeutung digitaler Kommunikationsmittel macht diesen Fokus besonders relevant, da Betroffene hier oft vor neuen Herausforderungen stehen.
Informationsstände in der Wetterau am 23. März 2026
Am Montag, den 23. März 2026, werden im Bereich der Polizeidirektion Wetterau mehrere Informationsstände zum Thema Opferschutz eingerichtet. Diese finden an folgenden Orten und Zeiten statt:
- Friedberg, Elvis-Presley-Platz von 11 bis 14 Uhr
- Bad Nauheim, REWE-Center, Georg-Scheller-Straße 2-8 von 12 bis 14 Uhr
- Karben, Neue Mitte von 10 bis 13 Uhr
An den Ständen stehen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner der Polizei sowie weiterer spezialisierter Beratungsstellen für persönliche Gespräche bereit. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich hier über Hilfsangebote informieren und Fragen rund um das Thema Opferschutz stellen.
Beratung und Unterstützung durch geschulte Fachkräfte
Das Polizeipräsidium Mittelhessen setzt auf speziell geschulte Kolleginnen und Kollegen, die als Opferschutzbeauftragte tätig sind. Diese Fachkräfte informieren umfassend über Unterstützungsmöglichkeiten und begleiten Betroffene bei der Suche nach geeigneter Hilfe. Das Angebot richtet sich an alle, die Unterstützung nach einer Straftat benötigen oder sich präventiv beraten lassen möchten.
Wichtige Hinweise für Betroffene
Personen, die sich an die Ansprechstellen wenden, sollten beachten, dass die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten grundsätzlich verpflichtet sind, bei Kenntnis von Straftaten Ermittlungen einzuleiten (§ 163 StPO). Die Ansprechpersonen sind zudem nicht rund um die Uhr erreichbar. In dringenden Notfällen wird daher empfohlen, den Notruf 110 zu wählen.
Weitere Informationsmöglichkeiten
Zusätzliche Informationen, nützliche Tipps sowie Kontakte zu Beratungsstellen bietet das Polizeipräsidium Mittelhessen auf seiner Webseite. Dort finden Betroffene und Interessierte auch die Kontaktdaten der Opferschutzbeauftragten und weiterführende Hinweise zur Opferhilfe.
Der Tag der Kriminalitätsopfer soll Betroffene ermutigen, sich nicht zu scheuen, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Durch Information, Beratung und Solidarität soll die Last, die Straftaten hinterlassen, gemeinsam getragen werden.

