Am Donnerstag führten Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Südosthessen umfangreiche Verkehrskontrollen durch, um die Sicherheit auf den Straßen in der Region Offenbach, Obertshausen und Hanau zu erhöhen. Dabei lag der Fokus insbesondere auf der Bekämpfung von Raserei, Poserverhalten und anderen Verkehrsverstößen.
Hohe Geschwindigkeiten auf Bundesstraße 45
Bereits am frühen Nachmittag fiel eine Streife des Sachgebiets ProViDa gegen 13:20 Uhr auf der Bundesstraße 45 in Fahrtrichtung Dieburg ein Audi S6 auf, der mit 175 km/h gemessen wurde. Erlaubt sind an dieser Stelle 100 km/h. Trotz der Nachfahrt durch die Polizei reduzierte der 52-jährige Fahrer seine Geschwindigkeit erst kurz vor der Auffahrt auf die Autobahn 3, wo die Kontrolle schließlich durchgeführt werden konnte. Der Fahrer zeigte sich bei der Kontrolle wenig einsichtig und verzichtete auf die Einsichtnahme der Videoaufzeichnung. Für den Verstoß drohen ihm ein Bußgeld von 700 Euro, zwei Punkte im Fahreignungsregister sowie ein dreimonatiges Fahrverbot.
Weitere Geschwindigkeitsüberschreitungen am Abend
Auch in den Abendstunden registrierten die Beamten mehrere Verstöße gegen die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Gegen 19:50 Uhr wurde auf der Bundesstraße 448 in Richtung Tannenmühlkreisel ein Skoda mit 161 km/h bei erlaubten 100 km/h gemessen. Der 23-jährige Fahrer muss mit 480 Euro Bußgeld, zwei Punkten und einem einmonatigen Fahrverbot rechnen.
Poser-Verhalten in Hanau und weitere Verstöße in Offenbach
Im Hanauer Stadtgebiet fiel gegen 21 Uhr in der Lamboystraße ein Porsche durch auffälliges Poser-Verhalten auf, darunter starkes Beschleunigen im Sportmodus. Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich heraus, dass der 25-jährige Fahrer das Fahrzeug gemietet hatte. Neben einem Bußgeld von 80 Euro wurden ihm Auflagen für die weitere Nutzung des Fahrzeugs erteilt, die Weiterfahrt war nur im Normalmodus gestattet.
In Offenbach wurden gegen 21:35 Uhr auf der Mühlheimer Straße ein Audi mit bis zu 91 km/h bei erlaubten 50 km/h gemessen. Der 30-jährige Fahrer gab an, dringend Medikamente besorgen zu müssen. Dies entbindet ihn jedoch nicht von den rechtlichen Konsequenzen: Ein Bußgeld von 400 Euro, zwei Punkte in Flensburg sowie ein einmonatiges Fahrverbot sind die Folge.
Nur wenige Minuten später, gegen 21:50 Uhr, fiel in der Berliner Straße ein BMW auf, dessen 19-jährige Fahrerin trotz unklarer Verkehrslage, unter anderem mit Gegenverkehr und Fußgängern, ein anderes Fahrzeug überholte und dabei bis zu 78 km/h fuhr. Die Fahrerin räumte ihr Fehlverhalten ein. Neben einem Bußgeld von mindestens 100 Euro und einem Punkt in Flensburg wird voraussichtlich ein Aufbauseminar angeordnet, da sie sich noch in der Probezeit befindet.
Moderne Technik sichert Verstöße gerichtsverwertbar
Alle festgestellten Verstöße wurden mittels moderner Videotechnik dokumentiert, wodurch eine gerichtsverwertbare Beweislage geschaffen wurde. Die Polizei betont, dass solche Kontrollen notwendig sind, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und insbesondere riskantes Fahrverhalten zu unterbinden.
Die Polizei weist darauf hin, dass die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen und die Rücksichtnahme im Straßenverkehr entscheidend für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer sind. Verstöße können nicht nur hohe Bußgelder und Fahrverbote nach sich ziehen, sondern gefährden auch Menschenleben.

