Am Freitag und Samstag, den 20. und 21. März 2026, meldeten sich in Lübeck mehrere unbekannte Täter telefonisch bei verschiedenen Personen und gaben sich als Gerichtsvollzieher aus. Ziel der Anrufe war es, die Angerufenen zur sofortigen Überweisung eines Geldbetrags zu bewegen. Die Polizei Lübeck warnt vor dieser neuen Variante von sogenannten Schockanrufen und gibt Hinweise zum richtigen Verhalten.
Masche der Täter: Sofortige Zahlung per Bargeldtransfer gefordert
Die unbekannten Anrufer forderten von den Betroffenen eine umgehende Zahlung eines niedrigen vierstelligen Betrags. Die Überweisung sollte über Bargeldtransferdienste erfolgen, die in ausgewählten Kiosken oder Geschäften angeboten werden. Die Täter drohten zudem mit der sofortigen Sperrung des Kontos, falls die Zahlung nicht schnell genug geleistet werde. In allen Fällen wurde eine Rufnummer übermittelt, die den Anschein erwecken sollte, dass ein behördlicher Anruf vorliege.
Reaktion der Angerufenen verhindert Schaden
Die Angerufenen zeigten sich in den gemeldeten Fällen umsichtig und ließen sich nicht unter Druck setzen. Häufig fragten sie nach einer schriftlichen Mitteilung oder äußerten Zweifel an der Echtheit der Forderung, woraufhin die Gespräche abgebrochen wurden. In keinem der Fälle kam es zu einem finanziellen Schaden. Die Polizei lobt dieses Verhalten als vorbildlich und betont, dass solche Vorsicht vor Betrug schützt.
Polizeiliche Ermittlungen wegen Betrugsverdacht
Das Kommissariat 14 der Lübecker Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Aufgrund der neuen Vorgehensweise der Täter wird weiterhin vor der Masche gewarnt. Die Polizei bittet die Bevölkerung, wachsam zu sein und bei verdächtigen Anrufen keine Geldbeträge zu überweisen oder persönliche Daten preiszugeben.
Wichtige Hinweise der Polizei zum Schutz vor Schockanrufen
Die Polizei Lübeck weist darauf hin, dass Behörden niemals telefonisch Geldforderungen stellen, etwa für Kautionen oder Rechnungen. Betroffene sollten sich nicht unter Druck setzen lassen und das Gespräch sofort beenden. Zudem wird empfohlen, keine Details zu den eigenen finanziellen Verhältnissen am Telefon preiszugeben.
Im Zweifelsfall sollten Betroffene selbst bei der betreffenden Behörde anrufen und die Echtheit der Forderung überprüfen. Dabei ist es wichtig, die Telefonnummer eigenständig herauszusuchen und nicht die vom Anrufer übermittelte Nummer zu verwenden.
Vorsicht vor Geldtransfer ins Ausland
Besondere Skepsis ist bei der Aufforderung zu Zahlungen per Bargeldtransfer ins Ausland geboten. Solche Methoden werden von Betrügern häufig genutzt, um die Spur zu verwischen und das Geld schnell abzugreifen. Die Polizei rät, bei derartigen Aufforderungen sofort die Polizei zu informieren.
Fazit: Wachsamkeit schützt vor Betrug
Die jüngsten Schockanrufe in Lübeck zeigen, dass Betrüger ihre Maschen weiterentwickeln und versuchen, mit neuen Methoden Menschen zur Zahlung zu bewegen. Die Polizei appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, aufmerksam zu bleiben und im Verdachtsfall sofort Hilfe zu suchen. Nur durch umsichtiges Verhalten kann ein finanzieller Schaden verhindert werden.

