Am Morgen des 30. März 2026 sorgten neun ausgebrochene Pferde auf der Bundesstraße 207 bei Lübeck für eine kurzzeitige Verkehrsstörung. Die Tiere hatten sich von ihrer Weide in St. Jürgen befreit und liefen in Richtung Groß Sarau, wodurch eine potenzielle Gefahr für den Straßenverkehr entstand.
Pferdeausbruch und erste Sichtung
Gegen 8:20 Uhr meldete ein Zeuge aus dem Ausbildungszentrum am Flugplatz der Polizei, dass mehrere Pferde über die B 207 liefen. Daraufhin alarmierte die Leitstelle mehrere Streifenwagen der Polizeidirektionen Lübeck und Ratzeburg, um die Tiere zu verfolgen und die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.
Polizeieinsatz und Verhalten der Verkehrsteilnehmer
Die Einsatzkräfte fuhren den Pferden hinterher, konnten sie jedoch nicht einfangen, da die Tiere im Galopp unterwegs waren. Währenddessen verhielten sich die Verkehrsteilnehmer umsichtig: Viele Fahrzeuge hielten am Fahrbahnrand an, um Kollisionen zu vermeiden und die Pferde passieren zu lassen. Durch das besonnene Verhalten kam es zu keinen Unfällen.
Rückkehr der Pferde und Sachschaden
In Höhe des Abzweigs Groß Sarau blieben die Pferde kurz stehen, bevor sie umkehrten und zurück in Richtung Lübeck liefen. Im Bereich des Schanzenbergwegs kollidierten zwei der Tiere mit einem dort parkenden Auto, das dem Besitzer gehört. An dem Fahrzeug entstand ein Sachschaden von etwa 3.000 Euro. Die Pferde kehrten anschließend unversehrt zu ihrem heimischen Hof zurück.
Ursache des Ausbruchs
Nach ersten Erkenntnissen hatten die Pferde ein Weidegatter aufgedrückt, wodurch sie von der Weide entkommen konnten. Über Verletzungen der Tiere liegen keine Hinweise vor, sie sollen unverletzt geblieben sein.
Polizeiliche Maßnahmen und Ausblick
Die Polizei war mit mehreren Streifenwagen vor Ort, um die Situation zu kontrollieren und den Verkehr zu sichern. Die Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften und den Verkehrsteilnehmern trug maßgeblich dazu bei, dass keine weiteren Zwischenfälle auftraten. Die Pferde wurden sicher zu ihrem Stall zurückgebracht.
Die Polizei weist darauf hin, dass bei ähnlichen Situationen besondere Vorsicht geboten ist und bittet Tierhalter, Weidezäune regelmäßig zu kontrollieren, um Ausbrüche zu verhindern.

