Im Neckar-Odenwald-Kreis ereigneten sich am Dienstagmorgen mehrere Verkehrsunfälle mit teils verletzten Personen sowie ein Fall von Sachbeschädigung auf einem Schulgelände. Die Polizei war mit umfangreichen Maßnahmen vor Ort beschäftigt und leitete Ermittlungen zu den jeweiligen Vorfällen ein.
Schwerpunktunfall auf der Landesstraße 519 bei Buchen
Gegen 7:20 Uhr kam es auf der Landesstraße 519 (L519) zwischen Bödigheim und Buchen zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine 62-jährige Autofahrerin mit ihrem Toyota mehrfach auf die Gegenfahrbahn geriet. Ein nachfolgender Zeuge hatte die auffällige Fahrweise der Frau der Polizei gemeldet. Kurz darauf kollidierte der Toyota zunächst mit einem entgegenkommenden Rettungswagen und anschließend mit einem weiteren Fahrzeug, einem BMW, das von einer 48-jährigen Fahrerin gelenkt wurde.
Der Fahrer des Rettungswagens, ein 21-jähriger Mann, wurde bei dem Zusammenstoß leicht verletzt und zur weiteren medizinischen Abklärung in ein Krankenhaus gebracht. Die Fahrerin des Toyotas sowie die BMW-Fahrerin blieben unverletzt. Der Toyota war nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.
Die Unfallursache ist derzeit noch unklar. Ein Atemalkoholtest sowie Tests auf Drogen und Medikamente bei der 62-jährigen Fahrerin verliefen negativ. Die Polizei ermittelt weiter, warum die Fahrerin in den Gegenverkehr geriet.
Folgeunfall auf der L519 mit leichtverletztem Rollerfahrer
Unmittelbar nach dem ersten Unfall, kurz vor 8 Uhr, ereignete sich an derselben Örtlichkeit ein weiterer Unfall. Eine 35-jährige Audi-Fahrerin musste verkehrsbedingt bremsen. Ein 58-jähriger Motorrollerfahrer, der hinter ihr fuhr, erkannte dies offenbar zu spät und prallte gegen das Heck des Audis. Dabei stürzte er und zog sich leichte Verletzungen zu. Auch er wurde zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Die Audi-Fahrerin blieb unverletzt. Der Sachschaden wird auf etwa 1.000 Euro geschätzt.
Verkehrsunfall mit drei Fahrzeugen bei Ravenstein
Bereits gegen 6:45 Uhr kam es auf der Landesstraße 515 (L515) bei Ravenstein zu einem Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen. Ein 46-jähriger Subaru-Fahrer wollte von der L515 nach links in einen Feldweg abbiegen und musste aufgrund des Gegenverkehrs anhalten. Eine 60-jährige VW-Golf-Fahrerin erkannte den stehenden Wagen offenbar zu spät und fuhr auf. Ein 23-jähriger VW-Passat-Fahrer konnte trotz Vollbremsung einen Zusammenstoß mit dem Golf nicht verhindern, wodurch dieser wiederum auf den Subaru aufgeschoben wurde.
Bei dem Unfall wurden der Subaru-Fahrer und die Golf-Fahrerin leicht verletzt und zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht. Alle Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 17.000 Euro geschätzt.
Sachbeschädigung auf Schulgelände in Mudau aufgeklärt
Auf einem Schulgelände in der Franz-Bingler-Straße in Mudau wurde eine Sitzbank durch Brandlegung beschädigt. Die Polizei konnte inzwischen die Täter ermitteln. Es handelt sich um zwei elfjährige und einen vierzehnjährigen Jungen. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 1.000 Euro beziffert.
Unfallflucht im Mosbacher Knopfweg – Polizei bittet um Hinweise
Am Dienstagmorgen kam es im Mosbacher Knopfweg zu einer Unfallflucht. Ein bislang unbekannter Pkw-Fahrer, vermutlich mit ausländischer Zulassung, stieß beim Rückwärtsfahren in eine Parklücke gegen einen geparkten Toyota. Dabei entstand Sachschaden an der hinteren Tür auf der Beifahrerseite in Höhe von etwa 2.000 Euro. Anschließend kollidierte das Fahrzeug noch mit einem geparkten Ford, an dem ein weiterer Schaden von circa 1.000 Euro entstand. Der Fahrer beschleunigte danach und flüchtete in unbekannte Richtung.
Ein Zeuge beschrieb den Fahrer als etwa 40 Jahre alt. Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zum Unfallverursacher oder dessen Fahrzeug geben können, sich beim Polizeirevier Mosbach unter der Telefonnummer 06261 8090 zu melden.
Fazit und Ausblick
Der Dienstagmorgen im Neckar-Odenwald-Kreis war von mehreren Verkehrsunfällen mit Verletzten und Sachschäden geprägt. Die Polizei ermittelt weiterhin zu den einzelnen Fällen, insbesondere zu den Ursachen der Fahrfehler und der Unfallflucht. Verkehrsteilnehmer werden zu erhöhter Vorsicht und Rücksichtnahme im Straßenverkehr aufgerufen.

