Am 23. März 2026 wurde im Emder Binnenhafen eine Gewässerverunreinigung festgestellt, die durch einen technischen Defekt während eines Umpumpvorgangs auf einem Binnenschiff verursacht wurde. Gegen 14:15 Uhr gelangte eine geringe Menge Motorenöl (15W-40) aus Fässern in den bordeigenen Tank, wobei ein Teil des Öls ins Wasser gelangte.
Ursache der Verunreinigung
Nach Angaben der Wasserschutzpolizei Emden war eine schadhafte Stelle an der Schlauchverbindung zum Einfüllstutzen des Binnenschiffs für das Austreten des Öls verantwortlich. Während des Umpumpvorgangs konnte das Leck nicht rechtzeitig verhindert werden, wodurch sich das Motorenöl auf einer Fläche von etwa 50 Quadratmetern im Hafenbecken ausbreitete.
Ergriffene Maßnahmen und Bewertung durch die Behörden
Die Besatzung des Binnenschiffs reagierte unmittelbar und leitete erste Maßnahmen zur Eindämmung der Gewässerverunreinigung ein. Parallel dazu wurden die zuständigen Behörden informiert, die den Vorfall vor Ort begutachteten. Aufgrund der geringen Menge des ausgetretenen Öls und der begrenzten Ausbreitung wurde die Verunreinigung als nicht bekämpfungswürdig eingestuft.
Auswirkungen auf den Hafenbetrieb und Umwelt
Nach bisherigen Erkenntnissen kam es durch die Verunreinigung zu keinen nennenswerten Beeinträchtigungen des Hafenbetriebs. Auch ökologische Schäden konnten vorerst ausgeschlossen werden, da der Vorfall schnell erkannt und eingegrenzt wurde. Die Wasserschutzpolizei betont jedoch die Bedeutung der regelmäßigen Wartung und Überprüfung von Schlauchverbindungen, um ähnliche Zwischenfälle zu vermeiden.
Weitere Vorgehensweise
Die zuständigen Stellen werden den Vorfall weiterhin beobachten und gegebenenfalls weitere Kontrollen im Emder Binnenhafen durchführen. Die Betreiber des Binnenschiffs sind angehalten, ihre Sicherheits- und Wartungsmaßnahmen zu überprüfen und zu verbessern, um zukünftige Gewässerverunreinigungen zu verhindern.
Hintergrund zu Gewässerverunreinigungen im Hafenbereich
Gewässerverunreinigungen durch Öl oder andere Schadstoffe stellen eine ernstzunehmende Gefahr für die Umwelt dar. Besonders in Hafenanlagen, in denen regelmäßig mit verschiedenen Chemikalien und Treibstoffen umgegangen wird, sind präventive Maßnahmen und schnelle Reaktionen essenziell, um Umweltschäden zu minimieren.
Die Wasserschutzpolizei Emden ist für die Überwachung und den Schutz der Gewässer in der Region zuständig und arbeitet eng mit weiteren Behörden zusammen, um die Einhaltung von Umweltvorschriften sicherzustellen.

