Die Stadt Lahnstein reagiert auf den bundesweit erkennbaren Anstieg der Kinderkriminalität und setzt auf ein innovatives Präventionsprojekt, das am 25. und 26. März 2026 in zwei Grundschulen der Stadt stattfindet. Unter dem Motto „Superhelden treffen wahre Helden“ sollen Kinder im Grundschulalter für gesellschaftliche Werte sensibilisiert und positive Rollenvorbilder vermittelt werden.
Veranstaltungen an Schillerschule und Goetheschule
Die Veranstaltungen sind jeweils von 9:00 bis 12:00 Uhr angesetzt. Am 25. März findet die Aktion an der Goetheschule statt, am 26. März folgt die Schillerschule. Teilnehmen werden neben den Schülern dieser Schulen auch Kinder der Freiherr-vom-Stein-Schule sowie der Grundschule Friedrichsegen. Die symbolische Begegnung zwischen fiktiven Superhelden und echten Polizeibeamtinnen und -beamten soll den Kindern Werte wie Rechtschaffenheit, Fürsorge und Besonnenheit näherbringen.
Konzept und Ziele des Präventionsprojekts
Das Projekt basiert auf der Erfahrung, dass Kinder Autoritätspersonen besonders dann akzeptieren, wenn diese persönlich präsent und dialogorientiert auftreten. Die Veranstalter setzen deshalb auf eine Begegnung auf Augenhöhe, um eine nachhaltige Vertrauensbasis zu schaffen. Die Aktion wird bereits zum vierten Mal in Lahnstein durchgeführt und knüpft an erfolgreiche Vorgängerprojekte in Vallendar (2021), Bad Neuenahr-Ahrweiler (2022) und Koblenz (2024) an.
Programmablauf und Inhalte
Die Veranstaltungen beginnen mit einer gemeinsamen Eröffnung, die mit Licht- und Soundeffekten inszeniert wird. Danach treten die Superhelden und Polizeikräfte in einem inszenierten „Match“ gegeneinander an. Im Anschluss nehmen die Schülerinnen und Schüler klassenweise an interaktiven Workshops teil. Thematische Schwerpunkte sind unter anderem digitale Gewalt, Zivilcourage sowie das Anti-Aggressionsprogramm „Friedenstifter“.
Unterstützung durch lokale Akteure
Zur Eröffnung werden Bürgermeister Siefert sowie Vertreter der Behördenleitung des Polizeipräsidiums Koblenz erwartet. Die Schirmherrschaft für das Projekt übernimmt Prof. Dr. Maluga von der Hochschule Koblenz. Das Engagement verschiedener lokaler Institutionen unterstreicht die Bedeutung der Präventionsarbeit für die Stadt und die Region.
Langfristige Wirkung und gesellschaftliche Relevanz
Das Projekt zielt darauf ab, Kindern Mut, Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein zu vermitteln – Eigenschaften, die im Alltag als „heldenhaft“ gelten können. Angesichts der bundesweit steigenden Zahlen im Bereich der Kinderkriminalität setzt Lahnstein mit diesem innovativen Format auf frühzeitige Sensibilisierung und nachhaltige Prävention.
Die Veranstaltung bietet den Kindern nicht nur die Möglichkeit, sich mit fiktiven und realen Vorbildern auseinanderzusetzen, sondern fördert auch den Dialog zwischen jungen Menschen und Sicherheitskräften. Durch die interaktiven Workshops sollen die Teilnehmenden befähigt werden, selbstbewusst und verantwortungsvoll im Alltag zu handeln.
Insgesamt zeigt das Projekt, wie Präventionsarbeit in der Kommune praxisnah und wirkungsvoll umgesetzt werden kann, um langfristig zur Sicherheit und zum sozialen Zusammenhalt beizutragen.

