Die Polizeiinspektion Kirn hat die Kriminalstatistik für das Jahr 2025 veröffentlicht. Insgesamt wurden im Dienstgebiet, das rund 40.000 Einwohner auf etwa 344 Quadratkilometern umfasst, 1.720 Straftaten registriert. Dies entspricht nahezu der Anzahl aus dem Vorjahr (1.722 Fälle) und weist auf eine insgesamt stabile Sicherheitslage hin.
Regionale Zuständigkeit und Einordnung
Das Dienstgebiet der Polizeiinspektion Kirn erstreckt sich über die Verbandsgemeinden Kirner Land, Nahe-Glan sowie Teile der Verbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen, darunter die Ortschaften Schmidthachenbach, Bergen, Berschweiler bei Kirn, Griebelschied und Sonnschied. Die Statistik berücksichtigt ausschließlich Straftaten und schließt Verkehrsstraftaten aus, welche jedoch einen bedeutenden Anteil der polizeilichen Arbeit darstellen.
Aufklärungsquote auf hohem Niveau
Die Aufklärungsquote konnte im Vergleich zum Vorjahr leicht gesteigert werden und liegt nun bei 71,6 Prozent (2024: 70,3 Prozent). Damit bewegt sich die Polizeiinspektion Kirn über dem Landesdurchschnitt und unterstreicht die Wirksamkeit der polizeilichen Ermittlungsarbeit sowie die enge Kooperation mit anderen Behörden.
Anstieg bei Rohheitsdelikten
Ein deutlicher Anstieg wurde im Bereich der Rohheitsdelikte verzeichnet. Hierzu zählen unter anderem Körperverletzungen, Bedrohungen und Nötigungen. Im Jahr 2025 wurden 481 Fälle registriert, was einen Zuwachs gegenüber 390 Fällen im Vorjahr bedeutet. Die Aufklärungsquote in diesem Bereich liegt mit 93,1 Prozent weiterhin sehr hoch. Die Polizei führt diesen Anstieg unter anderem auf den Einfluss von Alkohol- und Betäubungsmittelkonsum sowie gruppendynamische Effekte zurück. Zudem ist häufig eine persönliche Beziehung zwischen Tatverdächtigen und Geschädigten gegeben.
Diebstahlsdelikte bleiben stabil
Die Zahl der Diebstähle hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Es wurden 243 Fälle von Diebstählen ohne erschwerende Umstände erfasst (2024: 255) und 108 Fälle mit erschwerenden Umständen (2024: 105). Erschwerende Umstände liegen vor, wenn der Täter beispielsweise durch Einsteigen oder Überwinden von Sicherungen in ein Objekt gelangt. Wohnungseinbrüche sind mit 46 Fällen leicht angestiegen (2024: 40 Fälle). Die Polizei weist in diesem Zusammenhang auf ihre Präventionsangebote hin.
Tatverdächtige nach Altersgruppen
Im Jahr 2025 konnten 921 Tatverdächtige ermittelt werden, davon 689 Männer und 232 Frauen. Die Mehrheit der Tatverdächtigen sind Erwachsene (680 Personen). Darüber hinaus wurden 43 Kinder, 131 Jugendliche und 67 Heranwachsende als tatverdächtig registriert.
Gemeinsame Verantwortung für die Sicherheit
Die Polizeiinspektion Kirn bewertet die Sicherheitslage insgesamt positiv und hebt die Bedeutung der konsequenten Polizeiarbeit sowie der Zusammenarbeit mit Kommunen, Verwaltungen und der Bevölkerung hervor. Die Polizei bedankt sich ausdrücklich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die durch Hinweise und Engagement zur Aufklärung von Straftaten beitragen.
Die Polizeiinspektion Kirn steht für Rückfragen telefonisch und per E-Mail zur Verfügung.

