Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wurden im Jahr 2025 insgesamt 15.122 Straftaten erfasst. Das entspricht einem Rückgang von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Polizei meldet zudem eine gestiegene Aufklärungsquote, die im Jahresvergleich um 1,5 Prozentpunkte auf 63,7 Prozent anstieg. Diese Entwicklung zeigt, dass trotz des leichten Rückgangs der Fallzahlen die Ermittlungsarbeit erfolgreich fortgesetzt wurde.
Rückgang bei Diebstahlsdelikten und Tatverdächtigen
Die Zahl der erfassten Tatverdächtigen verringerte sich leicht von 6.801 im Jahr 2024 auf 6.721 im Jahr 2025. Im Bereich der Diebstahlsdelikte wurde ein Rückgang um sieben Prozent auf 4.140 Fälle registriert. Insbesondere beim Ladendiebstahl sank die Fallzahl auf 971 Fälle, 62 weniger als im Vorjahr. Auch die Anzahl der Kraftwagendiebstähle nahm deutlich ab, von 39 auf 23 Fälle, was einem Rückgang von 41 Prozent entspricht.
Signifikanter Anstieg bei Sexualdelikten
Deutlich zugenommen haben die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Die Zahl der registrierten Fälle stieg von 297 im Jahr 2024 auf 462 im Jahr 2025, was einem Anstieg von rund 56 Prozent entspricht. Innerhalb dieses Deliktsbereichs fällt insbesondere die Zunahme der Fälle im Zusammenhang mit Kinderpornografie ins Gewicht. Hier wurden 223 Fälle erfasst, was einem Anstieg von etwa 138 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Auch bei den Straftaten gemäß §§ 177 und 178 StGB, die Vergewaltigung und sexuelle Nötigung betreffen, wurde ein deutlicher Anstieg verzeichnet. Die Fallzahlen stiegen von sieben im Jahr 2024 auf 17 im Jahr 2025, was einem Zuwachs von rund 143 Prozent entspricht. Die Aufklärungsquote in diesem Bereich ist leicht zurückgegangen und liegt bei 92,4 Prozent.
Entwicklung bei Gewalt- und Körperverletzungsdelikten
Die Zahl der Körperverletzungsdelikte ist leicht gestiegen und lag 2025 bei 1.695 Fällen, 64 mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig gab es einen Anstieg bei Gewaltdelikten gegen Einsatzkräfte. Die Anzahl der Fälle von Widerstand und tätlichen Angriffen auf Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen stieg um 16 Prozent auf 183 Fälle.
Weniger Fälle von Wohnungseinbruch und Stalking
Die Zahl der Wohnungseinbrüche blieb mit 67 Fällen nahezu konstant und ist leicht gesunken (2024: 69). Auch bei den Stalking-Fällen wurde ein Rückgang verzeichnet. Im Jahr 2025 wurden 81 Fälle registriert, im Vergleich zu 103 im Jahr 2024. Die Polizei führt diese Entwicklung unter anderem auf ihre kontinuierliche Informations- und Präventionsarbeit zurück.
Präventionsangebote der Polizei
Die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle der Polizeiinspektion Neubrandenburg bietet umfassende Unterstützung und Beratung zum Thema Einbruchsschutz an. Betroffene und Interessierte können sich telefonisch unter 0395 / 55825134 wochentags für eine unverbindliche Beratung melden. Die Polizei betont die Bedeutung der Präventionsarbeit, um Straftaten zu verhindern und das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung zu stärken.
Weitere Entwicklungen und Ausblick
Im Bereich der Betrugsdelikte wurde ein Rückgang um knapp fünf Prozent auf 1.181 Fälle verzeichnet. Die Gesamtübersicht der Polizeilichen Kriminalstatistik für 2025 steht online zur Verfügung und bietet detaillierte Einblicke in die Entwicklungen aller Landkreise Mecklenburg-Vorpommerns. Die Polizei wird die Lage weiterhin genau beobachten und ihre Maßnahmen entsprechend anpassen.

