Am Vormittag des 29. März 2026 kam es im Landkreis Uelzen zu einem Verkehrsunfall eines Funkstreifenwagens im Rahmen einer Fahndung nach einem Tankbetrug. Die Polizei war gegen 10:40 Uhr zunächst zu einem Vorfall an einer Tankstelle in der Tile-Hagemann-Straße in Uelzen gerufen worden, wo ein blauer Mercedes A-Klasse mit falschen Kennzeichen betankt und anschließend den Tankvorgang ohne Bezahlung verlassen hatte.
Fahndung nach flüchtigem Fahrzeug mit falschen Kennzeichen
Der Fahrer des Mercedes A-Klasse hatte bei dem Tankvorgang Kraftstoff im Wert von fast 100 Euro entwendet. Auffällig war, dass an dem Fahrzeug gefälschte Kfz-Kennzeichen angebracht waren, sogenannte „Dubletten“, die für ein anderes Fahrzeug ausgegeben sind. Nach der Tat flüchtete der Pkw mit hoher Geschwindigkeit von der Tankstelle.
Eine unmittelbar eingeleitete Fahndung durch mehrere Funkstreifenwagen begann, bei der der Mercedes kurzzeitig gesichtet und verfolgt werden konnte. Die Verfolgung führte in den Abfahrtsbereich der Bundesstraße 4 bei Bienenbüttel.
Unfall eines Polizeistreifenwagens bei Verfolgung
Während der Verfolgung verlor der Fahrer des Funkstreifenwagens gegen 11:15 Uhr die Kontrolle über das Fahrzeug, einen VW Passat. Beim Abbiegen kam der Streifenwagen von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Die beiden im Fahrzeug befindlichen Polizeibeamten im Alter von 49 und 36 Jahren erlitten leichte Verletzungen und wurden vorsorglich stationär in einem Klinikum aufgenommen.
Der entstandene Sachschaden am Polizeifahrzeug wird auf über 30.000 Euro geschätzt. Der flüchtige Mercedes A-Klasse entkam trotz der Fahndungsmaßnahmen.
Ermittlungen und Fahndung dauern an
Die Polizei hat die Ermittlungen zum Tankbetrug und zur Flucht des Fahrzeugs mit falschen Kennzeichen aufgenommen. Es wird geprüft, ob der Mercedes A-Klasse möglicherweise für weitere Straftaten im Zusammenhang mit Tankbetrug verwendet wurde.
Die Fahndungsmaßnahmen befinden sich weiterhin in vollem Gange. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise zu dem flüchtigen Fahrzeug oder dessen Fahrer. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0581-930-0 bei der Polizei Uelzen zu melden.
Polizei appelliert an die Verkehrssicherheit
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang auf die Gefahren von Verfolgungsfahrten hin und betont, dass die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer höchste Priorität hat. Bei der Verfolgung von Straftätern kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen, wie der aktuelle Unfall zeigt.
Die Beamten danken für die bisherige Unterstützung und hoffen auf weitere sachdienliche Hinweise, um den Fall aufzuklären und den Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

