Am Dienstag, den 17. März 2026, wurde eine 58-jährige Frau aus Münster Opfer eines Betrugs durch einen falschen Bankmitarbeiter. Die Kriminalpolizei Südhessen ermittelt aktuell zu dem Fall, bei dem der Täter mit einer ausgeklügelten Masche mehrere tausend Euro erbeuten konnte.
Vorgehen der Betrüger: Täuschend echte E-Mail und manipulierte Rufnummer
Nach bisherigen Erkenntnissen verschickte der unbekannte Täter zunächst eine täuschend echt aussehende E-Mail an die Geschädigte. Diese führte dazu, dass der Betrüger Zugangsdaten zur Online-Banking-App der Frau erhielt. Im Anschluss kontaktierte der Täter die 58-Jährige telefonisch über eine manipulierte Rufnummer, um den Eindruck eines echten Bankmitarbeiters zu erwecken.
Gesprächsführung mit dem Ziel weiterer Überweisungen
Durch geschickte Gesprächsführung gab der Betrüger der Frau weitere Anweisungen, die dazu führten, dass mehrere Überweisungen auf verschiedene Konten getätigt wurden. Die genaue Höhe des Schadens ist bislang nicht bekannt, wird jedoch auf mehrere tausend Euro geschätzt.
Polizeiliche Warnung und Prävention
Die Polizei warnt ausdrücklich davor, am Telefon persönliche Bankdaten, PIN- oder TAN-Nummern herauszugeben. Echte Bankmitarbeiter fragen niemals nach solchen sensiblen Daten. Betroffene sollten bei verdächtigen Anrufen misstrauisch sein und im Zweifel Angehörige oder die Polizei kontaktieren.
Die Polizei rät zudem, bei Unsicherheiten keine Überweisungen vorzunehmen und niemals auf Forderungen am Telefon einzugehen. Die Herausgabe von Passwörtern oder TAN-Nummern ist ein sicheres Indiz für betrügerische Absichten.
Ermittlungen laufen
Die Kriminalpolizei Südhessen hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet die Bevölkerung um erhöhte Wachsamkeit gegenüber ähnlichen Betrugsversuchen. Hinweise auf verdächtige Anrufe oder E-Mails können bei den örtlichen Polizeidienststellen gemeldet werden.
Wichtige Hinweise für Bankkunden
Bankkunden sollten regelmäßig ihre Kontobewegungen überprüfen und bei Auffälligkeiten sofort die Bank und die Polizei informieren. Zudem empfiehlt es sich, Sicherheitssoftware auf Computern und mobilen Geräten aktuell zu halten, um Phishing-Angriffe zu erschweren.
Die Polizei weist darauf hin, dass die Betrugsmasche mit gefälschten E-Mails und manipulierten Telefonnummern in letzter Zeit vermehrt auftritt und sensibilisiert alle Bürgerinnen und Bürger, besonders ältere Menschen, für diese Gefahr.

