Am 23. März 2026 kam es in der Wiesenstraße in Wolfenbüttel zu einem Diebstahl von Schmuck, bei dem sich unbekannte Täter unter einem falschen Vorwand Zutritt zu einem Wohnhaus verschafften. Die betroffene 82-jährige Frau wurde dabei Opfer eines ausgeklügelten Betrugs, bei dem mindestens zwei Täter beteiligt gewesen sein dürften.
Vorwand zur Täuschung – Zutritt zum Haus erlangt
Nach Angaben der Polizei gab sich ein unbekannter Mann gegen 14:30 Uhr als Interessent für den Ankauf alter Elektrogeräte aus. Die Seniorin bot ihm stattdessen Schallplatten an und begab sich mit ihm in den Keller des Hauses. Dort äußerte der Mann, er müsse noch etwas aus seinem Auto holen, verließ das Haus und kehrte nicht zurück.
Mutmaßliche zweite Person entwendet Schmuck
Während sich der Mann mit der Frau im Keller aufhielt, nutzte offenbar eine zweite unbekannte Person die Gelegenheit, sich unbemerkt im Haus umzusehen. Aus dem Schlafzimmer wurde Goldschmuck sowie zwei Perlenketten entwendet. Der Schaden wird von der Polizei auf einen mittleren vierstelligen Betrag geschätzt.
Beschreibung des Haupttäters
Der flüchtige Mann wird als etwa 1,80 bis 1,90 Meter groß mit normaler Statur und dunklen kurzen Haaren beschrieben. Er sprach akzentfreies Deutsch und trug ein schwarzes T-Shirt mit weißem Aufdruck sowie eine schwarze Hose.
Polizei bittet um Hinweise
Die Polizei Wolfenbüttel bittet Zeugen oder Personen, die Hinweise zu dem beschriebenen Mann oder zu weiteren verdächtigen Personen geben können, sich unter der Telefonnummer 05331 9330 zu melden. Jede noch so kleine Beobachtung kann zur Aufklärung beitragen.
Warnung vor unseriösen Haustürgeschäften
Die Polizei warnt ausdrücklich davor, unbekannten Personen ohne vorherige Überprüfung Zutritt zu Wohnungen oder Häusern zu gewähren. Besonders bei Angeboten, die einen schnellen Abschluss oder Druck ausüben, ist Vorsicht geboten. Oftmals sind die Täter nicht im Besitz von Ausweisen oder offiziellen Dokumenten und präsentieren keine schriftlichen Unterlagen.
Es wird empfohlen, bei unerwarteten Besuchern stets einen Sperrriegel vorzulegen und sich im Zweifel Hilfe von vertrauten Personen hinzuzuziehen. Lassen Sie sich nicht zu schnellen Entscheidungen drängen und behalten Sie Fremde möglichst nicht unbeobachtet in Ihren Räumen.
Vorsorge und Verhaltenstipps
Die Polizei rät, Haustürgeschäfte nur mit äußerster Vorsicht zu tätigen und bei Unsicherheiten die örtliche Polizeidienststelle zu kontaktieren. Im Verdachtsfall sollte man keine Scheu haben, die Polizei zu rufen oder um Rat zu fragen.
Der Schutz vor solchen betrügerischen Maschen erfordert Aufmerksamkeit und Vorsicht, insbesondere bei älteren Menschen, die häufiger Ziel solcher Taten werden.

