In Haiterbach kam es am Dienstagnachmittag zu einem Betrugsfall, bei dem eine Seniorin durch einen sogenannten Schockanruf dazu gebracht wurde, Wertgegenstände an eine unbekannte Frau zu übergeben. Die Polizei ermittelt und sucht Zeugen, die im Bereich der Hohenrainstraße, Bergstraße und Meisenweg verdächtige Beobachtungen gemacht haben.
Vorgehen der Betrüger
Nach bisherigen Erkenntnissen meldete sich ein unbekannter Täter telefonisch bei der Seniorin und gab vor, ihre Tochter habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und befinde sich deshalb in Haft. Es wurde behauptet, dass nur durch die Zahlung einer Ablösesumme die Tochter wieder freikommen könne. Die Seniorin, durch diese Nachricht stark verunsichert, übergab daraufhin Goldmünzen und Bargeld im Wert von über zehntausend Euro an eine Frau, die als Komplizin des Anrufers gilt.
Beschreibung der Abholerin
Die Abholerin konnte von der Seniorin wie folgt beschrieben werden: Sie ist zwischen 155 und 160 Zentimeter groß, etwa 45 Jahre alt, schlank, hat schwarze Haare und trug schwarze Kleidung. Zudem wurde ihr südländisches Aussehen hervorgehoben. Die Polizei bittet die Bevölkerung, bei entsprechenden Beobachtungen oder Hinweisen diese unter der Telefonnummer 07231 186-4444 zu melden.
Ermittlungen und Zeugenaufruf
Die Kriminalpolizei in Calw hat die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Besonders im Zeitraum zwischen 15:00 und 17:00 Uhr am 24. März 2026 werden Zeugen gesucht, die im genannten Bereich verdächtige Personen oder Fahrzeuge bemerkt haben. Jede noch so kleine Beobachtung kann zur Aufklärung des Falls beitragen.
Warnung vor Schockanrufen
Die Polizei weist darauf hin, dass in den vergangenen Tagen vermehrt solche betrügerischen Anrufe gemeldet wurden. Dabei geben sich die Täter häufig als Polizeibeamte, Rechtsanwälte, Bankmitarbeiter oder Ärzte aus und versuchen, durch Panikmache an Geld oder Wertgegenstände zu gelangen. Die Polizei rät dringend dazu, bei Unsicherheiten die echte Notrufnummer 110 anzurufen und keine Rückruffunktion zu verwenden, um die Identität des Anrufers zu prüfen.
Tipps zum Schutz vor Telefonbetrug
Betroffene sollten am Telefon keine persönlichen oder finanziellen Informationen preisgeben und niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen übergeben. Es wird empfohlen, Angehörige unter den bekannten Nummern zu kontaktieren und im Zweifelsfall die Polizei einzuschalten. Auch das Hinzuziehen von Vertrauenspersonen kann helfen, sich vor Betrügern zu schützen.
Fazit
Der Fall in Haiterbach zeigt erneut, wie perfide Betrüger vorgehen, um vor allem ältere Menschen zu täuschen und zu schädigen. Die Polizei appelliert an die Bevölkerung, wachsam zu sein und im Falle verdächtiger Anrufe oder Begegnungen umgehend die Behörden zu informieren. Nur durch gemeinsames Handeln können solche Straftaten verhindert oder aufgeklärt werden.

