In den frühen Morgenstunden des 18. März 2026 kam es in einem Mehrfamilienhaus an der Herwarthstraße in Essen-Huttrop zu einem Zimmerbrand. Gegen 2:46 Uhr wurden Feuerwehr und Rettungsdienst alarmiert, nachdem mehrere Anrufer Flammen und einen stark verrauchten Treppenraum meldeten.
Einsatzlage und erste Maßnahmen
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte von der nahegelegenen Feuerwache Mitte schlugen bereits Flammen aus einem Zimmer des betroffenen Gebäudes. Mehrere Bewohner hatten sich bereits durch den verrauchten Treppenraum ins Freie retten können. Aufgrund der sichtbaren Rußablagerungen im Gesicht der Geflüchteten wurde umgehend ein erweitertes Rettungsstichwort ausgelöst, um eine umfassende medizinische Versorgung sicherzustellen.
Brandbekämpfung unter Atemschutz
Zwei Trupps unter Atemschutz gingen mit handgeführten Strahlrohren in die Brandwohnung vor, um das Feuer zu löschen und eine Ausbreitung zu verhindern. Parallel dazu kontrollierten weitere Einsatzkräfte den Treppenraum auf weitere Gefahren. Dank des schnellen Eingreifens konnte der Brand zügig unter Kontrolle gebracht werden, sodass eine Ausbreitung auf andere Wohnungen verhindert wurde.
Verletzte und medizinische Versorgung
Die Eigentümerin der Brandwohnung erlitt leichte Verbrennungen. Nach einer notärztlichen Erstversorgung wurde sie zur weiteren Behandlung in ein Verbrennungszentrum nach Bochum transportiert. Fünf weitere Personen, die Rauchgas ausgesetzt waren, wurden ebenfalls ärztlich untersucht, konnten jedoch vor Ort verbleiben. Andere Bewohner des Hauses mussten während des Einsatzes nicht evakuiert werden, da keine unmittelbare Gefahr für ihre Wohnungen bestand.
Nachsorge und Sicherheitsmaßnahmen
Im Anschluss an die Brandbekämpfung wurden umfangreiche Lüftungsmaßnahmen durchgeführt und Kontrollmessungen vorgenommen, um die Sicherheit im Gebäude wiederherzustellen. Die Feuerwehr Essen betonte in diesem Zusammenhang erneut die Wichtigkeit, bei Bränden in Mehrfamilienhäusern nicht durch verrauchte Treppenräume zu flüchten. Stattdessen sollten Bewohner ihre Wohnungstür geschlossen halten und am Fenster auf sich aufmerksam machen, da die bauliche Struktur in der Regel Schutz bietet.
Ermittlungen zur Brandursache
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Zum jetzigen Zeitpunkt liegen keine weiteren Informationen vor, weshalb die Umstände, die zum Ausbruch des Feuers führten, noch unklar sind.
Einsatzdauer und beteiligte Kräfte
Die Feuerwehr Essen war mit Einsatzkräften der Feuerwachen Mitte und Rüttenscheid sowie der Freiwilligen Feuerwehr Essen-Mitte vor Ort. Unterstützt wurden sie von zahlreichen Kräften des Rettungsdienstes. Der Einsatz dauerte insgesamt rund anderthalb Stunden.

