Am späten Donnerstagabend wurde die Feuerwehr Essen gegen 21:20 Uhr zu einem Wohnungsbrand im Palmbuschweg in Essen-Altenessen-Süd alarmiert. Nach mehreren Notrufen über ein Feuer in einer Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses rückte die Feuerwehr mit umfangreichen Kräften aus, um Menschenleben zu retten und das Feuer zu bekämpfen.
Brandentdeckung und Einsatzbeginn
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte bestätigte sich die Meldung: Aus einem geborstenen Fenster der Erdgeschosswohnung schlugen bereits Flammen heraus. Gleichzeitig waren an den Fenstern des Gebäudes mehrere Personen sichtbar, die sich in den oberen Stockwerken aufhielten. Im ersten Obergeschoss standen fünf Menschen an den Fenstern der Gebäuderückseite, im zweiten Obergeschoss weitere sechs Personen.
Rettungsmaßnahmen und Evakuierung
Die Feuerwehr leitete sofort umfangreiche Rettungsmaßnahmen ein. Über das geborstene Fenster erfolgte ein Außenangriff zur Brandbekämpfung in der Erdgeschosswohnung. Parallel dazu wurden auf der Gebäuderückseite tragbare Leitern aufgebaut, um die eingeschlossenen Bewohner zu retten. Zwei Trupps unter Atemschutz gingen in das zweite Obergeschoss vor und führten die Personen mithilfe von Brandfluchthauben durch den stark verrauchten Treppenraum ins Freie.
Insgesamt konnten 14 Menschen aus dem Gebäude gerettet werden. An einer eigens eingerichteten Sammelstelle wurden sie betreut. Aufgrund der Anzahl der Betroffenen wurden weitere Rettungsmittel, eine Betreuungskomponente, der Leitende Notarzt sowie ein Bus der Ruhrbahn zur Einsatzstelle hinzugezogen, um die geretteten Personen wettergeschützt unterzubringen.
Verletzte und medizinische Versorgung
Nach einer notärztlichen Sichtung mussten zwei der geretteten Personen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in Essener Krankenhäuser transportiert werden. Unter den Verletzten befand sich auch ein einjähriges Kind. Die übrigen Betroffenen wurden vor Ort versorgt und betreut.
Brandbekämpfung und Gebäudeschaden
Die Brandbekämpfung erfolgte durch mehrere Trupps unter Atemschutz mit handgeführten Strahlrohren im Innenangriff. Die Erdgeschosswohnung brannte vollständig aus. Nach etwa 40 Minuten konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Anschließend wurden umfangreiche Nachlöscharbeiten durchgeführt und das gesamte Gebäude kontrolliert.
Aufgrund des massiven Brandschadens musste der Energieversorger das Gebäude stromlos schalten. Das Mehrfamilienhaus ist derzeit nicht bewohnbar. Die betroffenen Bewohner nahmen das Betreuungsangebot der Stadt Essen nicht in Anspruch und fanden privat bei Angehörigen Unterkunft.
Einsatzkräfte und Sperrmaßnahmen
Im Einsatz waren zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr Essen, die Freiwillige Feuerwehr Essen-Stoppenberg sowie diverse Sonderfahrzeuge. Der Rettungsdienst war mit zahlreichen Kräften, darunter dem Leitenden Notarzt und einer Betreuungseinheit, vor Ort. Für die Dauer des Einsatzes war der Palmbuschweg voll gesperrt.
Ermittlungen zur Brandursache
Die Ursache des Feuers ist derzeit noch unklar. Die Polizei Essen hat die Ermittlungen aufgenommen, um die Umstände des Wohnungsbrandes zu klären. Weitere Informationen liegen aktuell nicht vor.

