Im Stuttgarter Stadtteil Hoffeld wurde am Sonntag, den 29. März, eine Weltkriegsbombe bei Sondierungsarbeiten in einem Waldgebiet entdeckt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Regierungspräsidiums Stuttgart entschärfte die Bombe erfolgreich am späten Vormittag. Für die Sicherheit der Bevölkerung wurde ein Sperrbereich eingerichtet und rund 1.000 Menschen mussten vorübergehend ihre Wohnungen verlassen.
Großangelegte Evakuierung im Sperrbereich
Die Evakuierung betraf neben den Anwohnerinnen und Anwohnern auch eine Senioreneinrichtung mit etwa 250 Bewohnerinnen und Bewohnern. Viele der Senioren konnten vorübergehend bei Freunden und Verwandten unterkommen. Für pflegebedürftige Personen aus der Einrichtung sowie aus privaten Haushalten wurde ein spezieller Transport mit Krankentransportwagen des Bevölkerungsschutzes organisiert, um sie sicher in andere Einrichtungen zu bringen.
Notunterkunft und Betreuung vor Ort
Für weitere Betroffene, die keine private Unterkunft finden konnten, stand in der Sport- und Versammlungshalle Degerloch eine Notunterkunft bereit. Dort wurden rund 40 Personen betreut. Die Einsatzkräfte sorgten für eine angemessene Versorgung und Betreuung während der Zeit der Evakuierung.
Koordinierter Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisationen
Der Einsatz wurde von knapp 100 Polizeikräften begleitet, die den Sperrbereich absicherten und die Evakuierung überwachten. Insgesamt waren mehr als 250 haupt- und ehrenamtliche Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Bevölkerungsschutz beteiligt. Zu den unterstützenden Organisationen gehörten unter anderem das Deutsche Rote Kreuz, die DLRG, die Johanniter-Unfall-Hilfe sowie der Malteser Hilfsdienst.
Entschärfung und Aufhebung der Sperrmaßnahmen
Nachdem der Sperrbereich gegen 11:15 Uhr vollständig geräumt war, begann der Kampfmittelbeseitigungsdienst mit der Entschärfung der Bombe. Gegen 13:15 Uhr konnte die Bombe erfolgreich unschädlich gemacht werden. Im Anschluss wurden die Sperrmaßnahmen aufgehoben, sodass die evakuierten Personen im Laufe des Nachmittags in ihre Wohnungen und Einrichtungen zurückkehren konnten.
Information und Kommunikation während des Einsatzes
Die Stadt Stuttgart, die Polizei und die Feuerwehr informierten die Öffentlichkeit während des gesamten Einsatzes kontinuierlich über verschiedene Kanäle, darunter Social Media, einen Liveticker auf der Website der Feuerwehr Stuttgart sowie ein eigens eingerichtetes Bürgertelefon. Diese Maßnahmen trugen dazu bei, die Bevölkerung umfassend und zeitnah über den Ablauf und die Sicherheitsvorkehrungen zu informieren.
Zusammenfassung und Ausblick
Der Einsatz konnte voraussichtlich gegen 17 Uhr abgeschlossen werden. Dank der guten Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen und der besonnenen Haltung der Bevölkerung verlief die Evakuierung ohne Zwischenfälle. Die erfolgreiche Entschärfung der Weltkriegsbombe verhindert potenzielle Gefahren für die Anwohnerinnen und Anwohner im Stadtteil Hoffeld.

