Im Stuttgarter Stadtteil Hoffeld wurde am Sonntag, 29. März 2026, eine Weltkriegsbombe erfolgreich entschärft. Die Bombe war im Rahmen von Sondierungsarbeiten in einem Waldgebiet entdeckt worden. Um die Sprengung gefahrlos durchführen zu können, mussten umfangreiche Evakuierungsmaßnahmen eingeleitet werden.
Umfangreiche Evakuierung mit besonderem Fokus auf Senioreneinrichtung
Die Entschärfung der Bombe erforderte die Evakuierung eines Sperrbereichs, in dem rund 1.000 Personen lebten. Besonders betroffen war eine Senioreneinrichtung mit etwa 250 Bewohnerinnen und Bewohnern. Viele von ihnen konnten vorübergehend bei Verwandten und Freunden unterkommen.
Die Evakuierung der Senioreneinrichtung verlief nach Angaben der Einsatzkräfte reibungslos. Insgesamt wurden 74 Bewohnerinnen und Bewohner sowie sieben weitere pflegebedürftige Personen aus privaten Haushalten mit Krankentransportwagen des Bevölkerungsschutzes in andere geeignete Einrichtungen verlegt. Für die übrigen betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner wurde eine Notunterkunft in der Sport- und Versammlungshalle Degerloch eingerichtet, die von rund 40 Personen genutzt wurde.
Koordinierte Einsatzführung und Zusammenarbeit der Rettungskräfte
Die Evakuierung und Entschärfung wurden von rund 250 Einsatzkräften aus Polizei, Feuerwehr und Bevölkerungsschutz koordiniert. Neben den städtischen Kräften waren auch Hilfsorganisationen wie das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe, die DLRG und der Malteser Hilfsdienst beteiligt. Die Polizei stellte mit knapp 100 Kräften die vollständige Räumung des Sperrbereichs sicher.
Feuerwehreinsatzleiter Michael Idler lobte die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten und das besonnene Verhalten der Bevölkerung, das wesentlich zum reibungslosen Ablauf beitrug. Die Zusammenarbeit zwischen Stadt, Polizei und Feuerwehr wurde durch fortlaufende Informationen über Social-Media-Kanäle, einen Liveticker auf der Website der Feuerwehr Stuttgart sowie ein eigens eingerichtetes Bürgertelefon unterstützt.
Entschärfung und Rückkehr der Bewohner
Nachdem der Sperrbereich gegen 11:15 Uhr vollständig evakuiert war, begann der Kampfmittelbeseitigungsdienst mit der Entschärfung der Bombe. Diese konnte gegen 13:15 Uhr erfolgreich unschädlich gemacht werden. Im Anschluss wurden alle Sperrmaßnahmen aufgehoben.
Die evakuierten Bewohnerinnen und Bewohner der Senioreneinrichtung kehrten im Laufe des Nachmittags in ihre Unterkunft zurück. Der Einsatz konnte voraussichtlich bis 17 Uhr abgeschlossen werden. Die Behörden betonten, dass die Sicherheit der Bevölkerung während der gesamten Maßnahme oberste Priorität hatte.
Fazit und Ausblick
Die erfolgreiche Entschärfung der Weltkriegsbombe in Stuttgart-Hoffeld verdeutlicht die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Einsatzkräften und Hilfsorganisationen. Die sorgfältige Planung und Durchführung der Evakuierung trug maßgeblich dazu bei, Gefahren für die Bevölkerung abzuwenden und den Einsatz zügig abzuschließen.
Die Stadt Stuttgart sowie die beteiligten Behörden kündigten an, weiterhin wachsam zu sein, da bei Bau- und Sondierungsarbeiten in der Region immer wieder Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden werden können. Die Bevölkerung wird daher gebeten, bei Verdacht auf solche Funde unverzüglich die zuständigen Stellen zu informieren.
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