Am 24. März 2026 kam es im Bereich Scherholz/Asternweg in Herdecke zu einem Vegetationsbrand, der gegen 17:42 Uhr von mehreren Anrufern gemeldet wurde. Die Rauchentwicklung war teilweise weit über die Stadtgrenzen hinaus sichtbar, was die Feuerwehr zu einem schnellen und umfangreichen Einsatz veranlasste.
Erweiterter Löschzug und spezielles Waldbrandkonzept im Einsatz
Aufgrund der Lage und der Ausbreitung des Feuers wurde die Feuerwehr Herdecke nach den Vorgaben des bestehenden Waldbrandkonzepts alarmiert. Neben den regulären Löschfahrzeugen kam auch ein geländegängiger Pick-up zur Erkundung und Erstbrandbekämpfung sowie ein Tanklöschfahrzeug für Waldbrände zum Einsatz. Insgesamt waren mehrere Fahrzeuge und Einsatzkräfte beteiligt, um das Feuer effektiv einzudämmen.
Brandbekämpfung in schwer zugänglichem Gelände
Das Feuer hatte sich in einem etwa 1.000 Quadratmeter großen Bereich ausgebreitet, in dem vor allem trockenes Farnfeld brannte. Zudem griffen die Flammen auf Bäume und am Boden liegende Äste über. Die Einsatzstelle befand sich in einem steilen und schwer zugänglichen Gelände, das von den Feuerwehrfahrzeugen nicht direkt erreicht werden konnte. Aus diesem Grund mussten ca. 300 Meter Schlauchleitungen verlegt werden, um das Löschwasser an die Brandstelle zu bringen.
Gezielte Löschmaßnahmen und Nachlöscharbeiten
Zu Beginn der Brandbekämpfung wurden Löschrucksäcke und Feuerpatschen eingesetzt, um das Feuer einzudämmen. Im weiteren Verlauf erfolgte ein gezielter Löschangriff mit drei D-Strahlrohren über den Bereich Nacken. Insgesamt wurden rund 9.000 Liter Wasser verwendet. Die Einsatzkräfte bildeten zwei Abschnitte: einen für die Brandbekämpfung und einen für die Wasserversorgung, die im Pendelverkehr sichergestellt wurde.
Einsatzdauer und Belastungen für die Feuerwehr
Der Einsatz dauerte nahezu zweieinhalb Stunden an. Die Feuerwehrleute mussten sich während der Löscharbeiten in dem unwegsamen Gelände körperlich stark anstrengen. Insbesondere die Nachlöscharbeiten stellten eine Herausforderung dar. Mithilfe einer Wärmebildkamera konnten Glutnester aufgespürt, freigelegt und gezielt abgelöscht werden, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.
Vorbereitung durch Waldbrandseminar zahlt sich aus
Die Einsatzkräfte profitierten bei diesem Einsatz von einem im Vorjahr durchgeführten Tagesseminar zum Thema Waldbrand. Dort wurden praktische Löschtechniken vermittelt, die sich bei der Bekämpfung des Vegetationsbrands als hilfreich erwiesen.
Keine Angaben zur Brandursache
Zum Zeitpunkt der Berichterstattung liegen keine Informationen zur Ursache des Feuers vor. Die Feuerwehr Herdecke war während des gesamten Einsatzes durchgehend an der Feuerwache besetzt, um die Einsatzbereitschaft sicherzustellen und auf mögliche weitere Einsätze reagieren zu können.

