In der Nacht von Freitag auf Samstag (14. März 2026) wurden in der Peliserkerstraße in Aachen mehrere Schüsse auf ein Mehrfamilienhaus abgegeben. Gegen 2:15 Uhr meldeten Zeugen der Polizei mehrere Schussgeräusche, woraufhin Einsatzkräfte zum Tatort ausrückten.
Spurensicherung und Gefahrenabwehr vor Ort
Vor Ort stellten die Beamten Einschusslöcher an verschiedenen Stellen des Hauses fest. Zudem wurde eine Gasleitung beschädigt, was eine unmittelbare Gefahr für die Bewohner darstellte. Die Feuerwehr führte notwendige Maßnahmen durch, um die Sicherheit zu gewährleisten und die Gasleitung zu sichern. Nach Abschluss der Arbeiten konnten die Bewohner ihre Wohnungen wieder betreten.
Festnahme eines Tatverdächtigen
Im Nahbereich des Tatorts wurde ein 28-jähriger Mann vorläufig festgenommen, der als möglicher Tatverdächtiger gilt. Bei der Durchsuchung des Mannes fanden die Einsatzkräfte eine Schusswaffe sowie ein leeres Magazin. Anschließend erfolgte eine Wohnungsdurchsuchung, bei der auch ein Sprengstoffspürhund eingesetzt wurde. Weitere Details zum Fund wurden bisher nicht veröffentlicht.
Ermittlungen durch Staatsschutz
Da eine politisch motivierte Tat nicht ausgeschlossen werden kann, hat der Staatsschutz der Polizei Aachen die Ermittlungen übernommen. Die Ermittlungen richten sich unter anderem gegen die Tatvorwürfe der Sachbeschädigung und des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Ein Antrag auf Erlass eines Haftbefehls gegen den festgenommenen Mann wurde bislang abgelehnt.
Ausblick und weitere Ermittlungen
Die Polizei und Staatsanwaltschaft Aachen setzen die Ermittlungen fort, um die Hintergründe der Schussabgaben zu klären. Die Pressehoheit liegt bei der Staatsanwaltschaft, die weitere Informationen bei Bedarf veröffentlicht. Die Bevölkerung wird gebeten, Hinweise, die zur Aufklärung beitragen können, an die Polizei Aachen zu richten.
Die Sicherheitslage in der Peliserkerstraße wurde durch die schnelle Reaktion von Polizei und Feuerwehr stabilisiert. Bislang liegen keine Angaben zu Verletzten vor. Die Ermittlungen zur Tatmotivation und zu möglichen weiteren Tatbeteiligten dauern an.

