Die Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen berichtet über eine Serie von Anrufen durch professionelle Täter, die sich am 17. März 2026 als falsche Polizeibeamte oder Ärzte ausgaben. Die meisten Angerufenen reagierten besonnen, beendeten die Gespräche und informierten die Polizei. Dennoch gelang es den Tätern, bei einer über 80-jährigen Frau in Lüneburg Wertgegenstände im Wert von mehreren tausend Euro zu erbeuten.
Warnung vor Telefonbetrug – Polizei appelliert zur Vorsicht
Die Polizei mahnt zu einem gesunden Misstrauen bei derartigen Anrufen. Die Täter erzählen häufig erfundene Geschichten, etwa von einem tödlichen Verkehrsunfall, der von einem Familienmitglied verursacht worden sei, um die Opfer unter Druck zu setzen. Die Polizei betont, dass sie niemals am Telefon Geldbeträge oder Wertgegenstände fordert. Im Zweifelsfall sollten Betroffene die 110 wählen und das Gespräch selbstständig beenden.
Die Polizei gibt folgende Tipps zum Schutz vor Telefonbetrug:
- Seien Sie bei derartigen Gesprächen misstrauisch und beenden Sie das Gespräch sofort, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt.
- Rufen Sie im Zweifel die Polizei unter der Nummer 110 an, ohne Wahlwiederholung zu verwenden.
- Geben Sie keine Informationen zu finanziellen oder familiären Verhältnissen am Telefon preis.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und übergeben Sie keine Wertgegenstände an unbekannte Personen.
- Ziehen Sie, wenn möglich, eine Vertrauensperson hinzu.
Küchenbrand in Lüneburg – Sachschaden von über 50.000 Euro
Am 18. März 2026 kam es gegen 10:30 Uhr in einem Mehrfamilienhaus in der Schillerstraße in Lüneburg zu einem Küchenbrand. Die Feuerwehr war mit mehr als 20 Einsatzkräften vor Ort und konnte das Feuer löschen. Verletzt wurde niemand. Durch das Feuer und die Verrußung entstand ein Sachschaden von mehr als 50.000 Euro. Die Brandursache ist bislang unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Weitere Einsätze: Brand in Reppenstedt und Verkehrsunfälle
In Reppenstedt wurden am späten Abend des 17. März zwei Sonnenschirme einer Eisdiele in der Lüneburger Landstraße in Brand gesetzt. Ein aufmerksamer Zeuge löschte das Feuer mit einem Feuerlöscher. Es entstand ein Sachschaden von rund 200 Euro. Die Polizei ermittelt gegen einen 53-jährigen Tatverdächtigen.
Auf der Kreisstraße 53 bei Echem kam es am 17. März gegen 11:45 Uhr zu einer Kollision zweier entgegenkommender Pkw. Eine 83-jährige Opel-Fahrerin geriet in einer Rechtskurve in den Gegenverkehr und touchierte einen VW Lupo. Die 78-jährige Fahrerin des VW wurde leicht verletzt. Es entstand ein Sachschaden von etwa 8.000 Euro.
Jugendliche nach Vape-Konsum im Krankenhaus – Polizei ermittelt
Am 17. März wurden drei Jugendliche in ein Klinikum eingeliefert, nachdem sie Kreislaufprobleme hatten. Nach ersten Erkenntnissen lag die Ursache in der intensiven Nutzung einer elektrischen Zigarette (Vape) mit hohem THC-Gehalt, die zuvor von einem weiteren Jugendlichen im Internet bestellt und übergeben wurde. Der Gesundheitszustand der Jugendlichen stabilisierte sich im Laufe des Tages. Die Polizei führt strafrechtliche Ermittlungen. Die Erziehungsberechtigten wurden informiert.
Die Polizei weist darauf hin, dass der Verkauf, Besitz und Konsum von Vapes in Deutschland erst ab 18 Jahren erlaubt ist. Zudem warnt sie vor gesundheitlichen Risiken und dem Konsum unbekannter Substanzen, die häufig in Online-Shops angeboten werden.
Poolhausbrand in Bad Bodenteich – Schaden in Höhe von 400.000 Euro
In Bad Bodenteich geriet am 17. März ein Poolhaus mit Saunabereich in Brand. Unter dem Gebäude befindet sich ein Weinkeller, der ebenfalls beschädigt wurde. Die Feuerwehr konnte eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindern. Verletzt wurde niemand. Die Schadenshöhe wird auf rund 400.000 Euro geschätzt. Ein technischer Defekt im Saunabereich wird als mögliche Brandursache geprüft.
Schwerer Verkehrsunfall bei Suderburg – Fahrer lebensbedrohlich verletzt
Am 18. März kam es gegen 07:50 Uhr auf der Kreisstraße 9 zwischen Suderburg und dem Suderburger Kreisel zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein 36-jähriger Pkw-Fahrer kam aus bislang ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Das Fahrzeug wurde total beschädigt. Der Fahrer erlitt lebensbedrohliche Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Kreisstraße musste für die Bergungsarbeiten vorübergehend gesperrt werden.
Polizei kontrolliert Geschwindigkeit – wenige Verstöße festgestellt
Die Polizei führte am 17. März auf der Kreisstraße 53 zwischen Scharnebeck und Echem Geschwindigkeitskontrollen durch. Innerhalb von 90 Minuten wurden über 50 Fahrzeuge gemessen, wobei keine Verstöße festgestellt wurden. Ergänzende Kontrollen am Nachmittag ergaben zwei Geschwindigkeitsüberschreitungen, wobei der Schnellste mit 91 km/h bei erlaubten 70 km/h gemessen wurde. Weitere Kontrollen an dieser Unfallhäufungslinie sind geplant.

