Am vergangenen Wochenende beschäftigten mehrere Vorfälle die Einsatzkräfte im Lahn-Dill-Kreis. Neben einem Gebäudebrand in Großrechtenbach, bei dem erheblicher Sachschaden entstand, wurden in Wetzlar und Dillenburg Einbrüche in Geschäftshäuser gemeldet. Zudem kam es im Schlossbergtunnel zu einem Auffahrunfall mit mehreren leichtverletzten Personen.
Großrechtenbach: Dachstuhlbrand in saniertem Wohn- und Geschäftsgebäude
Am Freitagabend gegen 21:10 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Brand in der Straße „Schmalheck“ in Großrechtenbach gerufen. Eine 23-jährige Bewohnerin hatte zuvor ein Knallgeräusch wahrgenommen. Ein Zeuge entdeckte später Flammen im Dachgeschossbereich und alarmierte die Einsatzkräfte. Beim Eintreffen stand der Dachstuhl bereits zur Hälfte in Vollbrand.
Die Feuerwehr konnte den Brand löschen, verletzt wurde niemand. Das betroffene Gebäude, das sowohl Wohn- als auch Geschäftsräume umfasst, befindet sich aktuell in Sanierung. Die Polizei schließt nicht aus, dass der Brand durch Arbeiten im Rahmen der Sanierung ausgelöst wurde. Die Schadenshöhe wird auf mindestens 200.000 Euro geschätzt. Die Ermittlungen zur genauen Brandursache dauern an.
Einbruch in Mobilfunkgeschäft in Wetzlar-Niedergirmes
In der Nacht zum Samstag drangen Unbekannte gegen 3:20 Uhr in ein Mobilfunkgeschäft in der Bahnhofstraße in Wetzlar ein. Die Täter schlugen eine Schaufensterscheibe ein und gelangten so in den Verkaufsraum. Dort entwendeten sie mehrere Mobiltelefone und flüchteten anschließend mit einem Fahrzeug.
Die genaue Anzahl der gestohlenen Geräte ist derzeit noch unklar und Gegenstand laufender Ermittlungen. Der Sachschaden am Gebäude wird auf etwa 1.000 Euro geschätzt. Die Polizei prüft einen möglichen Zusammenhang mit ähnlichen Taten im Kreis Gießen und Wetteraukreis. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (06441) 9180 zu melden.
Einbrüche in Firmengebäude in Dillenburg und Eschenburg
Am Wochenende kam es zudem zu zwei Einbrüchen in Firmengebäude im Dillkreis. Am Samstagabend versuchten Einbrecher gegen 23:20 Uhr, ein Rolltor eines Metallverarbeitungsunternehmens in der Dillenburger Straße in Manderbach aufzuhebeln. Die Alarmanlage löste aus, woraufhin die Täter ohne Beute in Richtung Manderbacher Straße flüchteten. Der Sachschaden wird auf rund 500 Euro geschätzt.
Ein weiterer Einbruch ereignete sich zwischen Freitagabend und Samstagvormittag in einem Herstellungsunternehmen für Medizinprodukte in der Straße „Im Heerfeld“ in Eibelshausen. Die Täter verschafften sich gewaltsam Zutritt zu Lagerräumen und gelangten von dort aus in angrenzende Büro- und Aufenthaltsräume. Sie durchsuchten die Räume und entwendeten Bargeld. Dabei wurden mehrere Automaten und eine Geldkassette beschädigt. Die Reparaturkosten belaufen sich auf knapp 3.000 Euro.
Die Polizei bittet auch in diesen Fällen um Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen unter der Telefonnummer (02771) 9070.
Auffahrunfall im Schlossbergtunnel mit drei Leichtverletzten
Am Freitagmittag kam es gegen 13 Uhr im Schlossbergtunnel in Dillenburg zu einem Auffahrunfall mit drei leichtverletzten Personen. Eine 41-jährige Audi-Fahrerin und ein 19-jähriger Opel-Fahrer befuhren den Tunnel in Richtung Haiger und mussten aufgrund eines Staus abbremsen.
Ein 24-jähriger Fahrer aus Dillenburg erkannte dies zu spät und fuhr mit seinem Renault auf den Opel auf. Durch den Aufprall wurde der Opel auf den Audi geschoben. Die Fahrzeuge des Unfallverursachers und des Opelfahrers waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die Verletzten wurden medizinisch versorgt, zwei von ihnen kamen zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus. Der entstandene Gesamtschaden wird auf mindestens 10.000 Euro geschätzt.
Polizei bittet um Mithilfe
Die Polizei im Lahn-Dill-Kreis setzt ihre Ermittlungen in allen Fällen fort und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Hinweise zu den Tätern und Fluchtfahrzeugen geben kann, wird gebeten, sich bei den jeweiligen Dienststellen zu melden. Die Kontaktdaten sind öffentlich zugänglich und stehen für Hinweise bereit.
Diese Vorfälle verdeutlichen die vielfältigen Herausforderungen für Polizei und Feuerwehr im Kreisgebiet und unterstreichen die Bedeutung von Wachsamkeit und Zusammenarbeit zwischen Bürgern und Einsatzkräften.

