Am Donnerstagmorgen wurde die Feuerwehr Essen gegen 07:51 Uhr zu einem Brand in einer Kfz-Werkstatt an der Bäuminghausstraße im Stadtteil Altenssen-Süd alarmiert. Schon während der Anfahrt war eine deutliche Rauchsäule sichtbar, die auf das Ausmaß des Feuers hinwies.
Erste Lage und Einsatzbeginn
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte schlugen die Flammen sowohl aus dem Garagentor als auch aus den angrenzenden Fenstern der Werkstatt. Das Gebäude war bereits stark verraucht, was die Einsatzbedingungen erschwerte. Der Betreiber der Werkstatt hatte vor dem Eintreffen der Feuerwehr versucht, das Feuer selbst zu löschen und zog sich dabei Brandverletzungen zu. Er wurde vom Rettungsdienst erstversorgt und anschließend schwer, aber nach aktuellem Kenntnisstand nicht lebensgefährlich verletzt, in ein Essener Krankenhaus gebracht.
Löschmaßnahmen und Gefahrenabwehr
Die Feuerwehr leitete unmittelbar eine Brandbekämpfung mit mehreren handgeführten Strahlrohren im Außenangriff ein. Parallel dazu wurde eine Riegelstellung aufgebaut, um ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude und Garagen zu verhindern. Aufgrund der starken Rauchentwicklung und der möglichen Einsturzgefahr der Deckenkonstruktion war ein Innenangriff für die Einsatzkräfte nicht möglich.
Zur besseren Lagebeurteilung kamen im weiteren Verlauf des Einsatzes Drohnen zum Einsatz. Insgesamt waren bis zu drei Löschzüge der Berufsfeuerwehr mit rund 50 Einsatzkräften vor Ort. Die Löscharbeiten dauerten etwa drei Stunden, bis das Feuer unter Kontrolle gebracht werden konnte.
Auswirkungen auf die Umgebung und Sicherheitsmaßnahmen
Die starke Rauchentwicklung führte zu einer Warnung der Bevölkerung über die Warn-App NINA. In weiten Teilen von Essen-Altenssen sowie angrenzenden Stadtteilen kam es zu einer Geruchsbelästigung durch Brandrauch. Die Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten, um eine Belastung durch den Rauch zu minimieren.
Zusätzlich wurden angrenzende Straßen sowie die anliegende Radbahntrasse vorübergehend gesperrt, um die Sicherheit während der Einsatzmaßnahmen zu gewährleisten. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäude erfolgreich verhindern.
Umweltrelevante Aspekte und weitere Untersuchungen
Im Verlauf des Einsatzes stellte sich heraus, dass in der Werkstatthalle Asbestplatten verbaut waren. Daraufhin wurden das Umweltamt der Stadt Essen sowie das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen in die Maßnahmen eingebunden. Messungen der Umgebungsluft ergaben keine gefährlichen Schadstoffwerte, sodass die Schadstofffreisetzung nach aktuellem Stand auf den Innenbereich der betroffenen Halle beschränkt blieb.
Nachsorge und Ermittlungen
Die Feuerwehr Essen war insgesamt rund vier Stunden im Einsatz. Währenddessen wurden die verwaisten Feuerwachen durch Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr besetzt, um den Grundschutz der Stadt sicherzustellen. Die Polizei Essen hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Weitere Details zum Auslöser des Feuers liegen bisher nicht vor.
Die Einsatzkräfte zeigten sich mit dem Verlauf der Löscharbeiten zufrieden, insbesondere da ein größerer Schaden durch das Übergreifen des Feuers auf Nachbargebäude verhindert werden konnte. Die Bevölkerung wird weiterhin gebeten, bei Geruchsbelästigungen vorsichtig zu sein und den Anweisungen der Behörden Folge zu leisten.

