Am Samstagmorgen, den 21. März 2026, führte die Feuerwehr Mönchengladbach auf dem Gelände des Flughafens eine umfangreiche Übung zur überörtlichen Verletzten-Dekontamination durch. Die Maßnahme diente der Erprobung und Optimierung des landesweit einheitlichen ABC-Schutzkonzepts, das bei größeren Schadstofflagen die Dekontamination von bis zu 25 verletzten und kontaminierten Personen pro Stunde ermöglicht.
Ziel der Übung und Bedeutung des ABC-Schutzkonzepts
Das sogenannte V-Dekon-Z 25 NRW ist ein speziell entwickeltes Konzept, das die schnelle und effektive Dekontamination von Verletzten bei atomaren, biologischen oder chemischen Schadstofflagen sicherstellen soll. Es wird von kreisfreien Städten und Landkreisen in Nordrhein-Westfalen vorgehalten und kann bei Bedarf auch überörtlich angefordert werden. Die Übung in Mönchengladbach hatte das Ziel, die Leistungsfähigkeit der beteiligten Einsatzkräfte sowie den strukturierten Aufbau des Verletzten-Dekontaminationsplatzes anhand festgelegter Checklisten zu überprüfen.
Beteiligte Organisationen und Einsatzkräfte
An der Übung waren Einsatzkräfte aller drei Feuer- und Rettungswachen der Berufsfeuerwehr Mönchengladbach beteiligt. Ergänzend kam der Abrollbehälter für die Verletztendekontamination aus dem Technik- und Logistikzentrum in Holt zum Einsatz. Zudem unterstützte ein Notarzt der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) die Maßnahme. Der Führungsdienst der Berufsfeuerwehr koordinierte die Abläufe vor Ort.
Die Freiwillige Feuerwehr war ebenfalls eingebunden: Die Einheit Rheindahlen begleitete die Übung als Beobachter, während die Einheiten Neuwerk, Stadtmitte und Rheydt den Grundschutz während der Übung sicherstellten. Weiterhin waren Rettungswagen des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB), des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sowie der JUH beteiligt.
Übungsablauf und Erkenntnisse
Die Übung begann um 8:30 Uhr und dauerte bis etwa 12:30 Uhr. Während dieser Zeit wurde der strukturierte Aufbau des Verletzten-Dekontaminationsplatzes geprobt. Die Einsatzkräfte testeten dabei die Abläufe zur Dekontamination kontaminierter Verletzter unter realitätsnahen Bedingungen. Im Fokus stand die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen sowie die Einhaltung der Sicherheits- und Hygienestandards.
Die Übungsleitung lag bei Brandoberinspektor Roman Crützen. Nach Abschluss der Maßnahme wurden wertvolle Erkenntnisse gewonnen, die zur weiteren Optimierung der Gefahrenabwehr bei ABC-Lagen in Mönchengladbach und darüber hinaus beitragen sollen.
Bedeutung für die regionale Gefahrenabwehr
Die Übung verdeutlicht die Bedeutung einer gut organisierten und koordinierten Gefahrenabwehr bei Schadstofflagen, die Menschenleben gefährden können. Durch regelmäßige Übungen wie diese wird sichergestellt, dass die Einsatzkräfte im Ernstfall schnell und effektiv handeln können. Die überörtliche Zusammenarbeit verschiedener Feuerwehren und Hilfsorganisationen ist dabei ein zentraler Baustein.
Die Feuerwehr Mönchengladbach betont, dass solche Übungen essenziell sind, um die Einsatzbereitschaft zu erhalten und kontinuierlich zu verbessern. Insbesondere die Handhabung der Verletzten-Dekontamination erfordert spezialisierte Ausrüstung und geschultes Personal, um die Sicherheit der Betroffenen und der Einsatzkräfte zu gewährleisten.

